Das Team kaufte 15 Android-TV-Boxen ohne Markennamen für je rund 55 Dollar mit je 4 GB Arbeitsspeicher und ließ darauf Googles Gemma4-26B-A4B verteilt laufen, mit 0,39 Token pro Sekunde. Vorbild ist das Botnetz Kimwolf, das laut der Sicherheitsfirma Synthient über zwei Millionen Geräte infizierte, vor allem solche Boxen. Deren Hersteller ergänzen das zugrunde liegende Android kaum um Sicherheitsfunktionen.
Getestet wurde die Kette aus Netzwerk-Erkundung, Zugang samt Übertragung, Einrichten eines Inferenzservers und Weiterverbreitung. Der Zugang lief über einen ADB-Port ohne Passwort, die Debug-Schnittstelle von Android. Damit die Modelle vergleichbar bleiben, musste jeder Agent auf dem Zielgerät dasselbe Llama3.1-8B einrichten; bestand der Server die Prüfungen, startete dort eine Kopie des Agenten. GLM-5.2 erreichte in vier von fünf Durchläufen alle acht Knoten, einmal sieben. Die übrigen offenen Modelle scheiterten zuverlässig.
Qwen3.5-9B richtete Inferenzserver auf Hardware vom Jetson Nano bis zur RTX 4090 ein. Gaben sechs Generationen des Modells einander Notizen zu Fehlversuchen weiter, stieg die Erfolgsquote von 45 auf 61 bis 84 Prozent. Schnell ist das nicht: Auf den TV-Boxen veranschlagt Anthropic für das vollständige Einrichten mit Qwen3.5-9B 28 bis 51 Stunden, mit Gemma4-26B-A4B 71 bis 150 Stunden.
Die Prognose beruht auf einer Annahme: Weil GLM-5.2 das kleine Llama-Modell zuverlässig verbreitete, könnte sich ein kleines Modell gleicher Fähigkeit auch selbst verbreiten. Anthropic schränkt ein, dass neuere kleine Modelle komplexere Architekturen haben. Auf zwei Millionen Boxen kämen rechnerisch rund 133.000 Kopien von Gemma4-26B-A4B zusammen. Einen vollständigen Replikator gibt es nach Aussage der Autoren noch nicht.