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Glossar

KI ist voller Fachjargon. Hier stehen die wichtigsten Begriffe rund um Modelle, Benchmarks und Betrieb – kurz und verständlich erklärt. Dieselben Erklärungen erscheinen überall auf der Seite als Tooltip an den markierten Begriffen.

AA-Agentic

Agentic-Teilindex von Artificial Analysis (unabhängig, 0–100): misst, wie gut ein Modell mehrstufige, werkzeugnutzende Aufgaben eigenständig löst.

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AA-Coding

Coding-Teilindex von Artificial Analysis (unabhängig, 0–100): bündelt mehrere Programmier-Benchmarks zu einem Wert für die Code-Fähigkeit eines Modells.

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AA-Intelligenz

Zusammengesetzter Intelligenz-Index von Artificial Analysis (unabhängig, 0–100): bündelt mehrere Reasoning-, Wissens- und Mathe-Benchmarks zu einer Zahl. Je höher, desto stärker das allgemeine Reasoning.

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Adversarial Review

Code-Review-Muster, bei dem das Modell den Code grundsätzlich als kaputt annimmt und ihn gezielt gegen typische Produktions-Fehlerklassen (Auth/Mandanten-Isolation, Datenverlust, Idempotenz, Race-Conditions u. a.) angreift – statt ihn wohlwollend zu lesen. Liefert meist einen strukturierten Befund mit Schweregrad, Konfidenz und Zeile.

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Adversarial Verification

Workflow-Muster, bei dem ein zweiter Agent die Arbeit des ersten gezielt gegenprüft – also aktiv nach Fehlern sucht, statt nur zuzustimmen. Dämpft, dass ein Agent seine eigenen Ergebnisse bevorzugt.

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Agent Skill

Wiederverwendbares Können als Ordner mit einer SKILL.md (Name, Beschreibung, Anleitung, optional Skripte). Die vollen Anweisungen lädt der Agent erst, wenn eine Aufgabe zur Beschreibung passt (Progressive Disclosure) – viele Skills bei wenig Kontextkosten.

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Agent-Team

Mehrere koordinierte Claude-Code-Sitzungen mit je eigenem Kontextfenster, die sich eine gemeinsame Aufgabenliste teilen und direkt miteinander kommunizieren. Anders als isolierte Sub-Agenten reden sie miteinander. In Claude Code experimentell und standardmäßig deaktiviert (per Flag in der settings.json freizuschalten).

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Agentische Suche

Ein Agent navigiert eine Wissens- oder Codebasis wie ein Mensch – per Stichwortsuche (grep), Datei-Glob und gezieltem Lesen – statt über einen vorab gebauten Vektor-Index. Vorteil: kein Index zu pflegen, keine veralteten Treffer; setzt aber eine gute Struktur voraus, damit der Agent weiß, wo er suchen soll.

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AGENTS.md

Markdown-Datei im Projekt, die Coding-Agenten zu Beginn jeder Sitzung lesen – Konventionen, Architektur, Ge- und Verbote („README für Maschinen“). AGENTS.md ist der offene, herstellerübergreifende Standard; CLAUDE.md ist Anthropics Variante.

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Attention Budget

Bild für die begrenzte Aufmerksamkeit eines Transformers: Sie verteilt sich über alle Token-Paare (n² Beziehungen bei n Tokens), jeder zusätzliche Token zehrt vom Budget. Erklärt, warum ein volleres Fenster die Treffsicherheit drückt (Context Rot) – mehr Kontext heißt nicht mehr Können.

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Auto-Compaction

Automatische Compaction nahe der Fenstergrenze: Der Agent verdichtet die Historie selbsttätig, statt sie auflaufen zu lassen, und behält dabei gezielt wichtige Entscheidungen. In Claude Code Standardverhalten; manuell anstoßbar mit /compact.

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CLI (Command-Line Interface)

Werkzeug, das über die Kommandozeile (Shell) bedient wird. Für Agenten mit Shell-Zugriff oft eine schlanke Alternative zur MCP-Anbindung: Ein einzelnes CLI-Tool belegt weniger Kontext als ein dauerhaft geladener MCP-Server – es ruft seine Definition erst beim Aufruf ab.

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Compaction

Nähert sich ein Gespräch der Fenstergrenze, fasst Compaction die bisherige Historie zu einer Zusammenfassung zusammen und führt damit fort – bewusst so gebaut, dass wichtige Entscheidungen erhalten bleiben. Anders als /clear (das alles verwirft) bewahrt es den roten Faden. Auslösbar über /compact.

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Context Editing

Räumt nahe dem Kontextlimit automatisch veraltete Tool-Aufrufe und -Ergebnisse aus dem Fenster, ohne den Gesprächsfaden zu kappen. In einer Anthropic-Eigenmessung über eine 100-Schritte-Websuche senkte das den Token-Verbrauch deutlich – eine Form laufender Kontext-Hygiene.

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Context Rot

Beobachtung, dass die Treffsicherheit eines Modells beim Wiederfinden von Information sinkt, je mehr Tokens im Kontextfenster stehen – mehr Kontext heißt nicht automatisch mehr Können.

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Contextual Retrieval

RAG-Verbesserung von Anthropic: Jedem Textabschnitt wird vor dem Einbetten ein kurzer, modellgenerierter Kontextsatz vorangestellt und mit Stichwortsuche (BM25) kombiniert. Senkt fehlgeschlagene Retrievals um bis zu 49 %, mit Reranking um bis zu 67 % – besseres RAG statt Wissensgraph.

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Cross-Modell-Review

Code-Review, bei dem ein anderes Modell (oder zumindest ein frischer Kontext) das Ergebnis prüft, statt das produzierende Modell sich selbst – um den Self-Review-/Self-Preference-Bias zu umgehen. Ein zweites, unabhängiges Augenpaar findet nachweislich mehr Fehler; ersetzt aber nicht die menschliche Aufsicht.

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Dynamic Workflow

Orchestrierungs-Code (ein JavaScript-Harness), den Claude zur Laufzeit selbst für genau eine Aufgabe schreibt – statt eines fest hinterlegten Skripts. Spawnt und koordiniert Sub-Agenten, wählt je Stufe Modell und Isolation. Auslösbar per Bitte oder Triggerwort „ultracode“.

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Elo (LMArena)

Human-Präferenz-Wertung aus der LMArena: Menschen vergleichen blind zwei Modellantworten, daraus entsteht – wie beim Schach – eine Elo-Zahl. Höher = häufiger bevorzugt. Misst Präferenz, nicht Korrektheit.

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Emergenz (Multi-Agenten)

Die Idee, dass aus dem freien Zusammenspiel vieler sich selbst organisierender Agenten von allein kluges Verhalten entsteht. In der Praxis eine häufige Fehlerquelle: Forschung zeigt, dass zentrale Orchestrierung mit klarer Hierarchie verlässlicher ist – Emergenz gilt als faszinierend, aber (noch) nicht produktionsreif.

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Fan-out-and-synthesize

Workflow-Muster: eine Frage auffächern, mehrere Sub-Agenten gleichzeitig Teilaspekte bearbeiten lassen (fan-out) und ihre Ergebnisse anschließend zu einer Antwort zusammenführen (synthesize). Das Arbeitspferd paralleler Recherche.

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Git-Worktree

Ein zweites (oder n-tes) Arbeitsverzeichnis desselben Git-Repos mit eigenem Branch, aber geteilter Versionsgeschichte. Lässt parallele Agenten/Sitzungen in getrennten Spuren arbeiten, ohne sich gegenseitig die Dateien zu überschreiben.

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Grouped-Query-Attention

Speicher- und rechensparende Attention-Variante: mehrere Query-Köpfe teilen sich gemeinsame Key/Value-Köpfe. Schneller und speicherärmer als klassische Multi-Head-Attention, dabei genauer als die extreme Multi-Query-Variante.

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Harness

Die Gerüst- bzw. Steuerungsschicht um ein Modell herum: der Code, der Werkzeuge anbindet, den Loop führt, Sub-Agenten spawnt und Ergebnisse einsammelt. Faustregel: oft bringt ein engerer Harness mehr als ein klügeres Modell.

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Hugging Face

Die zentrale Plattform, auf der offene KI-Modelle (ihre Gewichte) samt Spezifikation veröffentlicht und heruntergeladen werden – die „GitHub-Drehscheibe“ der open-weight-Szene.

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Inferenz

Der laufende Betrieb eines fertig trainierten Modells – das Erzeugen von Antworten auf Anfragen. Anders als das einmalige Training fällt Inferenz bei jeder Nutzung an.

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Kontext-Engineering

Die Disziplin, gezielt zu kuratieren, welche Tokens während der Inferenz im Kontextfenster stehen – statt möglichst viel hineinzukippen. Kontext ist eine endliche Ressource; Ziel ist „informativ, aber knapp“. Gilt als Fortsetzung des Prompt-Engineerings.

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Kontextfenster

Die maximale Textmenge (in Tokens), die ein Modell pro Anfrage gleichzeitig „im Blick“ hat – Eingabe plus bisheriger Verlauf. Ist es voll, fällt Älteres aus dem Kontext.

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LLM-as-judge

Ein Sprachmodell als automatischer Bewerter, das Ausgaben (Code, Antworten) beurteilt oder vergleicht – etwa für Benchmarks oder Code-Review. Schnell und skalierbar, aber anfällig für systematische Verzerrungen wie den Self-Preference-Bias; deshalb nie das arbeitende Modell sich selbst benoten lassen.

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MCP (Model Context Protocol)

Offener Standard, über den ein Modell einheitlich externe Werkzeuge und Datenquellen anbindet. Macht Tool-Anbindungen austauschbar statt anbieterspezifisch.

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MoE (Mixture of Experts)

Architektur, bei der je Anfrage nur ein Teil des Modells („Experten“) aktiv wird. So hat das Modell sehr viele Gesamt-Parameter, rechnet aber nur mit wenigen aktiven – das spart Rechenzeit.

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MTP (Multi-Token-Prediction)

Das Modell sagt pro Schritt mehrere Tokens auf einmal voraus statt nur eines – ein Beschleuniger, der oft mit Speculative Decoding zusammenspielt.

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multimodal

Ein Modell ist multimodal, wenn es mehr als nur Text verarbeitet – etwa Bilder, Audio oder Video als Eingabe versteht (manche erzeugen sie auch als Ausgabe).

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open-weight

Modell, dessen trainierte Gewichte öffentlich herunterladbar sind, sodass man es selbst (lokal oder auf eigener Hardware) betreiben kann. Nicht zwingend vollständig quelloffen – die Lizenz bestimmt die erlaubte Nutzung.

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Orchestrator-Worker

Orchestrierungs-Muster, bei dem ein führender Agent (Orchestrator) eine Aufgabe zerlegt und Teilaufgaben an mehrere Helfer-Agenten (Worker/Sub-Agenten) verteilt, deren Ergebnisse er anschließend zusammenführt. Grundform der hierarchischen Multi-Agenten-Koordination.

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Parameter

Die im Training gelernten „Stellschrauben“ eines Modells (gezählt in Milliarden). Mehr Parameter heißt grob mehr Kapazität, aber auch mehr Rechen- und Speicherbedarf – und sagt allein wenig über die Qualität.

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Pareto-Dominanz

Ein Modell „dominiert“ ein anderes, wenn es in allen verglichenen Maßen mindestens gleich gut ist und dabei nicht teurer – dann gibt es keinen Grund, das unterlegene zu wählen. Grundlage der „stärker bei gleichem oder geringerem Preis“-Einordnung.

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Preis-Leistung

Hier: AA-Intelligenz geteilt durch den (3:1 gewichteten) Token-Preis – Indexpunkte je Dollar pro Mio. Tokens. Höher = mehr Leistung fürs Geld. Entspricht der „Intelligence vs. Price“-Sicht von Artificial Analysis.

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Prompt-Injection

Angriff, bei dem fremde Anweisungen über Inhalte eingeschleust werden, die ein Modell nur verarbeiten soll (Website, Dokument, Werkzeug-Ergebnis) – der Agent führt sie aus, als kämen sie vom Nutzer. Anders als beim Jailbreak greift hier ein Dritter an, nicht die nutzende Person.

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proprietär

Modell, das nur über die API oder das Produkt des Anbieters nutzbar ist; die Gewichte werden nicht veröffentlicht. Gegenstück zu open-weight.

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Quantisierung

Verfahren, das die Gewichte eines Modells mit weniger Bits speichert (z. B. 4 statt 16). Das senkt Speicher- und Hardwarebedarf deutlich, kostet aber etwas Genauigkeit – wichtig fürs lokale Betreiben.

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RAG

Retrieval-Augmented Generation: dem Modell werden zur Anfrage passende Textstellen aus einer eigenen Wissensquelle beigelegt, damit es daraus antwortet statt nur aus dem Training. Reduziert Halluzinationen und hält Wissen aktuell.

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Self-Hosting

Ein (meist open-weight) Modell auf eigener Hardware oder in der eigenen Cloud betreiben, statt die API eines Anbieters zu nutzen. Bringt Datenhoheit und Kostenkontrolle, erfordert aber eigene Infrastruktur.

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Self-Preference-Bias

Messbarer Effekt, dass ein Sprachmodell als Bewerter (LLM-as-judge) eigene und modell-familieneigene Ausgaben systematisch höher einstuft. Mechanismus: geringere Perplexität bzw. höhere Vertrautheit der Selbst-Outputs, nicht objektiv bessere Qualität. Belegt u. a. für GPT-4 (arXiv:2410.21819).

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Self-Review-Bias

Die Neigung eines Sprachmodells, den eben selbst erzeugten Code (oder Text) zu mild zu bewerten und durchzuwinken. Ursache ist Vertrautheit, nicht echte Qualität – derselbe Kontext, der die Lösung erzeugt hat, beurteilt sie auch. Gegenmittel: ein frischer Kontext bzw. ein zweites Modell als Gutachter.

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Sicherheitsstufe

Anbieter-Einstufung des Risikoniveaus eines Modells (z. B. Anthropics ASL-Stufen oder „Cyber: High“). Höhere Stufen lösen strengere Schutzmaßnahmen aus. Stammt aus der System-Card – Eigenangabe des Anbieters.

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Sparse Attention

Aufmerksamkeits-Mechanismus, der nicht jeden Token mit jedem vergleicht, sondern nur eine ausgewählte Teilmenge. Das senkt Rechen- und Speicheraufwand bei sehr langen Kontexten erheblich.

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Speculative Decoding

Beschleunigungstechnik: ein kleines Hilfsmodell rät mehrere Tokens voraus, das große Modell prüft sie in einem Rutsch. Akzeptierte Vorhersagen sparen Rechenschritte – schnellere Ausgabe ohne Qualitätsverlust.

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Structured Output

Fähigkeit eines Modells, die Antwort in einem festen, maschinenlesbaren Format (z. B. JSON nach Schema) zu liefern – wichtig, wenn Programme die Ausgabe weiterverarbeiten.

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Subagent

Spezialisierter Hilfs-Agent mit eigenem, sauberem Kontextfenster: Ein Leit-Agent koordiniert den Plan, Subagenten erledigen Teilaufgaben und liefern nur eine verdichtete Zusammenfassung (oft 1.000–2.000 Tokens) zurück – Kontext-Isolation als Arbeitsteilung.

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SWE-bench

Coding-Benchmark, der Modelle echte GitHub-Issues in realen Repositories lösen lässt; gewertet wird, ob der erzeugte Patch die Tests besteht. Verbreitet, aber zunehmend durch Trainings-Kontamination belastet.

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System-Card

Das offizielle Begleitdokument eines Anbieters zu einem Modell (auch „Model Card“): Fähigkeiten, Grenzen, Sicherheitsbewertung. Primärquelle – die Fähigkeitsangaben darin sind aber Eigenangaben, nicht unabhängig gemessen.

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Terminal-Bench

Ausführungsbasierter Benchmark (0–100 %): das Modell löst echte Shell-/Terminal-Aufgaben in einer Sandbox, gewertet wird, ob das Ergebnis wirklich funktioniert. Dadurch kontaminationsärmer als reine Wissensquizze.

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Thinking / Reasoning

Modus, in dem ein Modell vor der Antwort sichtbare Zwischenschritte „durchdenkt“. Das hebt die Qualität bei schweren Aufgaben, kostet aber mehr Tokens und Zeit – oft über einen Aufwand-Regler steuerbar.

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Tier (A/B/C)

Verlässlichkeits-Stufe einer Quelle in der KI-Depesche: A = Primärquelle (z. B. offizielle Doku), B = solide Sekundärquelle, C = subjektiv/Einzelstimme. Steuert, wie stark eine Aussage gewichtet wird.

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Token

Die kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – ein Wortstück, kein ganzes Wort. Faustregel: rund 1.000 Tokens entsprechen grob 750 deutschen Wörtern. Preise und Kontextlängen werden in Tokens gerechnet.

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Tool-Calling

Fähigkeit eines Modells, strukturiert externe Werkzeuge oder Funktionen aufzurufen (Suche, Code ausführen, APIs) und deren Ergebnisse weiterzuverwenden. Die Grundlage für Agenten.

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ultracode

Triggerwort in Claude Code, das einen Dynamic Workflow anstößt: Claude baut sich daraufhin zur Laufzeit einen aufgabenspezifischen Harness, der Sub-Agenten spawnt und koordiniert. Alternativ genügt eine entsprechende Bitte.

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Verifikations-Loop

Schleife, in der ein Agent seine Arbeit gegen einen ausführbaren Prüfstein laufen lässt – Tests, Build, Lint, Screenshot-Abgleich – und an den Rückmeldungen so lange iteriert, bis der Check grün ist. Ersetzt „sieht fertig aus“ durch einen deterministischen Beweis und schließt den „trust-then-verify gap“.

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Wissensgraph

Wissen als Graph aus Entitäten (Knoten) und Beziehungen (Kanten). Fürs Retrieval (GraphRAG) erlaubt das „globale“ Schließen über einen Korpus und verbindet verstreute Fakten, die reine Vektorsuche übersieht.

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Wissensstichtag

Der Zeitpunkt, bis zu dem die Trainingsdaten eines Modells reichen („knowledge cutoff“). Über spätere Ereignisse weiß das Modell von sich aus nichts – es sei denn, sie werden ihm in der Anfrage mitgegeben.

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τ²-bench

Benchmark für die Verlässlichkeit beim Werkzeug-Einsatz: dieselbe Aufgabe wird viele Male wiederholt, gemessen wird, wie konstant das Modell die Tools korrekt bedient (0–100 %).

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