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Google bringt Gemini 3.6 Flash, 3.5 Flash-Lite und 3.5 Flash Cyber – Pro fehlt weiter

Google DeepMind hat am 21. Juli 2026 drei neue Flash-Modelle der Gemini-Reihe freigegeben. Gemini 3.6 Flash ist das neue „Arbeitspferd“ (1,50 $ Input / 7,50 $ Output je 1 Mio. Token) und verbraucht laut Google rund 17 % weniger Output-Token als der Vorgänger 3.5 Flash. Gemini 3.5 Flash-Lite zielt als schnellstes, günstigstes Modell der Reihe auf Latenz und Durchsatz (0,30 $ / 2,50 $, laut Google 350 Ausgabe-Token/Sekunde). Gemini 3.5 Flash Cyber ist ein auf das Finden und Beheben von Sicherheitslücken spezialisiertes Modell, das vorerst nur Regierungen und ausgewählten Partnern über den Agenten CodeMender offensteht. Das erwartete Top-Modell Gemini 3.5 Pro bleibt weiter in der Partner-Erprobung.

Gemini 3.6 Flash tritt als neues Standard-Modell („workhorse“) an die Stelle von 3.5 Flash und kostet 1,50 US-Dollar je 1 Mio. Input-Token und 7,50 US-Dollar je 1 Mio. Output-Token – der Output ist damit günstiger als beim Vorgänger (9 $). Google nennt als Fortschritte rund 17 % weniger Output-Token im Artificial-Analysis-Index (bis zu 65 % auf dem DeepSWE-Benchmark), bessere Computer-Use-Werte (83,0 % statt 78,4 % auf OSWorld-Verified) und stärkere ML-Research-Leistung (63,9 % statt 49,7 % auf MLE-Bench). Das Modell läuft über die Gemini API in Google AI Studio und Android Studio, über Google Antigravity, die Gemini Enterprise Agent Platform und die Gemini-App. Sämtliche Zahlen sind anbieter-eigene Messungen.

Gemini 3.5 Flash-Lite ist auf niedrige Latenz und hohen Durchsatz ausgelegt: Google gibt 350 Ausgabe-Token pro Sekunde an und beziffert die Preise mit 0,30 $ Input und 2,50 $ Output je 1 Mio. Token. Gegenüber dem Vorgänger 3.1 Flash-Lite meldet Google deutliche Sprünge bei agentischen Aufgaben, etwa 54 % statt 31 % auf Terminal-Bench 2.1. Das Modell ist über die Gemini API, Gemini Enterprise und die Gemini-App verfügbar und rollt in die Google-Suche aus.

Gemini 3.5 Flash Cyber ist ein Spezialmodell, das über den Agenten CodeMender Sicherheitslücken aufspüren und beheben soll; Google beschreibt die Leistung auf dem CyberGym-Benchmark als „nahe der Spitze“. Anders als die beiden anderen Modelle ist es kein offenes API-Angebot, sondern läuft in einem begrenzten Pilotprogramm ausschließlich für Regierungen und vertrauenswürdige Partner. Preise nennt Google nicht konkret, verweist aber auf einen niedrigeren Token-Preis als bei größeren Modellen.

Auffällig bleibt, was fehlt: das seit Längerem erwartete Spitzenmodell Gemini 3.5 Pro. Google erklärt, es werde „gerade mit Partnern getestet“ und komme verfügbar, „sobald es bereit ist“. Berichten zufolge (Bloomberg) liegt Google mit dem Modell Monate hinter dem eigenen Zeitplan zurück, vor allem bei den Coding-Fähigkeiten – ein Grund, warum die Flash-Reihe die Lücke füllt.