← Alle Depeschen

Brancheneu

Google Cloud veröffentlicht „Open Knowledge Format“ für KI-Agenten

Google Cloud hat das „Open Knowledge Format“ (OKF) v0.1 vorgestellt – einen offenen, anbieterneutralen Standard, der Wissen für KI-Agenten als Verzeichnis von Markdown-Dateien mit YAML-Frontmatter beschreibt. Ziel ist, dass Agenten verschiedener Hersteller dieselben Wissensquellen ohne Spezialanbindung nutzen können.

OKF v0.1 stellt Wissen als Verzeichnis von Markdown-Dateien mit YAML-Frontmatter dar. Verpflichtend ist nur das Feld „type“; „title“, „description“, „resource“, „tags“ und „timestamp“ sind empfohlen, aber optional. Wikis verschiedener Produzenten lassen sich so von unterschiedlichen Agenten ohne Übersetzung lesen.

Google rahmt OKF ausdrücklich als „Format, kein Dienst“: kein neuer Runtime, kein vorgeschriebenes SDK, kein Konto, keine Plattform. Es sei „nur Markdown“ (in jedem Editor lesbar, auf GitHub darstellbar) und „nur Dateien“ (als Tarball versendbar, in jedem Git-Repo hostbar). Damit grenzt es sich von proprietären Wissens-/Kontext-Diensten ab.

Der adressierte Engpass ist das „Kontext-Zusammenbau-Problem“: Bevor ein Agent handeln kann, muss er relevante Informationen aus fragmentierten Quellen zusammentragen. Ein gemeinsames Format soll Spezial-Integrationen überflüssig machen – einmal schreiben, von jedem OKF-fähigen Agenten nutzbar.

Die Spezifikation erscheint als frühe Version (v0.1) und ist als Open Source auf GitHub veröffentlicht; Google lädt ausdrücklich zu Beiträgen und Implementierungen über die eigenen Produkte hinaus ein. Ob sich OKF als Branchenstandard durchsetzt, hängt von der Adoption jenseits von Google ab und ist offen.