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Linux Foundation will „Agent Name Service“ starten – DNS-artige Identität für KI-Agenten

Die Linux Foundation hat am 23. Juni 2026 die Absicht erklärt, einen offenen „Agent Name Service“ (ANS) zu starten: eine vertrauenswürdige Identitäts-, Verifikations- und Auffindungs-Schicht für KI-Agenten, aufgebaut auf dem bestehenden DNS. Unternehmen sollen Agenten-Identitäten über Domains veröffentlichen, die sie ohnehin kontrollieren. Es handelt sich vorerst um eine Absichtserklärung („intent to launch“), nicht um einen fertigen Dienst.

Laut Linux Foundation soll ANS „vertrauenswürdige Identität, Verifikation und Auffindung für KI-Agenten“ über das Internet hinweg bieten, ohne proprietäre Register: Das Domain Name System wird so erweitert, dass Organisationen Agenten-Identitäten über bereits kontrollierte Domains ausgeben. Verifizierbar sein sollen, wen ein Agent repräsentiert, welche Berechtigungen er hat sowie die Authentizität seines Codes und seiner Betriebshistorie. Unterstützt werden zusätzlich Decentralized Identifiers (DIDs) und Legal Entity Identifiers (LEIs).

Zu den unterstützenden Organisationen zählen unter anderem GoDaddy, Cloudflare, Salesforce, Cisco, Infoblox und OWASP. Bislang ist es eine Absichtserklärung – Repositories und Mitwirkungsmöglichkeiten sollen über die ANS-GitHub-Organisation bereitstehen. Die operative Tragfähigkeit (Adoption, Governance, Missbrauchsschutz) muss sich erst erweisen.