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OpenAI zieht Empfehlung für fehlerhaften SWE-Bench Pro zurück

OpenAI fand in einer Prüfung des Coding-Benchmarks SWE-Bench Pro bei 200 Aufgaben Fehler, also 27,4 Prozent. Fünf unabhängig arbeitende Entwickler markierten 249 Aufgaben oder 34,1 Prozent. OpenAI zog daraufhin seine frühere Empfehlung für den Test zurück; die Befunde stammen aus der OpenAI-Prüfung und der unabhängigen Auswertung.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 10. Juli 2026

OpenAI unterscheidet vier Fehlertypen: zu strenge Tests, unklare Aufgaben mit zusätzlichen versteckten Anforderungen, zu oberflächliche Tests sowie irreführende Prompts. In einem Beispiel verlangte die Aufgabenbeschreibung ein Leerzeichen, während der versteckte Test zwei erwartete. Solche Fehler können eine korrekte Lösung als falsch werten oder eine unvollständige Lösung durchlassen.

OpenAIs Verfahren stufte 200 Aufgaben als fehlerhaft ein; fünf erfahrene Softwareentwickler kamen unabhängig auf 249. OpenAI folgert daraus, dass aus Projekt-Historien wiederverwendete Aufgaben sorgfältiger von erfahrenen Entwicklern geprüft werden müssen. Die frühere Empfehlung für SWE-Bench Pro wurde zurückgenommen.

Die Kritik betrifft die Qualität dieser konkreten Sammlung und macht Coding-Benchmarks nicht grundsätzlich unbrauchbar. Einzelwerte bleiben aber schwer interpretierbar, wenn Aufgabenstellung und versteckte Tests auseinanderfallen. Außerdem ist OpenAI selbst Anbieter konkurrierender Modelle; die methodische Kritik sollte deshalb mit unabhängigen Prüfungen verglichen werden.