Laut OpenAI ergab die Untersuchung, dass die drei sensible Informationen außerhalb der vorgesehenen Abläufe gehandhabt hätten. Welche Informationen das waren, sagt das Unternehmen nicht. Nach dem WSJ-Bericht, wie ihn TechCrunch wiedergibt, sollen die Forscher vertrauliche Firmeninformationen an eine externe KI-Sicherheitsorganisation weitergegeben haben; deren Namen nennt der Bericht demnach nicht.
Nachtrag vom 9. Oktober 2026: Die drei, Tomek Korbak, Jasmine Wang und Mikita Balesni, haben am 8. Oktober in einem Brief an OpenAIs Sicherheitsgremien widersprochen. Sie seien nicht die Quelle eines Berichts von The Information über weniger überwachbare Modellarchitekturen gewesen und hätten mit Externen nur im Rahmen ihrer Aufgaben gesprochen. Korbak war nach eigener Darstellung technischer Ansprechpartner für die Prüforganisation METR bei der Untersuchung des Hugging-Face-Einbruchs, für die interne Regeln erst während der Arbeit entstanden seien. Wang habe in einem Führungspostfach, dessen Zugriff die IT nicht entfernt hatte, versehentlich eine sensible E-Mail geöffnet und das binnen Minuten gemeldet.
Die drei warnen, die abrupten Entlassungen schreckten Beschäftigte ab, offen zu widersprechen. Sie fordern, externe Sicherheitsprüfer fest einzubinden, die Überwachbarkeit von Spitzenmodellen zu erhalten und klare Regeln für die Zusammenarbeit mit externen Organisationen festzulegen. Ein OpenAI-Sprecher sprach gegenüber TechCrunch von einem Muster von Fehlverhalten, das über die Weitergabe an eine externe Prüfgruppe hinausgehe; welche Richtlinien verletzt wurden, sagte er nicht. Eine interne Notiz betont, OpenAI entlasse niemanden, weil er Bedenken äußere.
Am 9. Oktober antwortete OpenAI auf X mit einer Erklärung, die der Forschungsleitung zugeschrieben ist, aber keine Verfasser nennt. Die Untersuchung habe einen erheblichen Vertrauensbruch ergeben, der über das im Brief Geschilderte hinausgehe; worin er besteht, bleibt offen. Auf einen öffentlichen Schlagabtausch will sich OpenAI nicht einlassen. Zugleich kündigt das Unternehmen an, Verträge mit externen Sicherheitsprüfern abzuschließen und in den kommenden Wochen Einzelheiten zu nennen, und stimmt dem Brief zu, dass die Überwachbarkeit von Spitzenmodellen eine branchenweite Verpflichtung erfordere.
Aktualisiert am 9. Oktober 2026.