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Stargate UK: Guardian-Recherche entlarvt beworbenes 20-Milliarden-Pfund-Investment als weitgehend hypothetisch

Eine Guardian-Recherche auf Basis von Auskunftsersuchen (Freedom of Information) legt nahe: Das von der britischen Regierung als Teil eines rund 31-Milliarden-Pfund-Pakets beworbene „Stargate UK“ von OpenAI war zum Großteil nie verbindlich zugesagt. Weder OpenAI noch der Rechenzentrumspartner Nscale hatten den Schlüsselstandort Cobalt Park bei Newcastle je besucht – nur Nvidia traf die zuständige Regionalbehörde. Baugenehmigungen wurden nicht eingereicht, gebaut wurde nichts; OpenAI hatte das Projekt bereits im April 2026 pausiert.

Nach einer Recherche des Guardian, die sich auf Antworten mehrerer Auskunftsersuchen (Freedom of Information) stützt, hat OpenAI den als Vorzeigeprojekt vermarkteten Rechenzentrums-Standort „Stargate UK“ auf dem Cobalt Park bei Newcastle offenbar nie besucht. Nur Nvidia traf demnach die zuständige North East Combined Authority; weder OpenAI noch der Betreiberpartner Nscale reichten Baugenehmigungen ein, und mit dem Bau wurde nicht begonnen.

Von den rund 31 Milliarden Pfund, die die Regierung als Investitionspaket bewarb, waren etwa 20 Milliarden Pfund dem Bericht zufolge nie als verbindliche Zusage hinterlegt, sondern eine „potenzielle“ Größe zur Ankündigung – ausgewiesen im Rahmen einer „AI growth zone“ während des US-Staatsbesuchs. Ursprünglich waren 8.000 Nvidia-GPUs bis Anfang 2026 vorgesehen, skalierbar auf bis zu 31.000. Der tatsächlich vorankommende Teil ist ein separates, von Blackstone getragenes Rechenzentrum in Blyth.

Einordnung: OpenAI hatte Stargate UK bereits im April 2026 pausiert und dies mit den etwa viermal höheren Industriestrompreisen in Großbritannien gegenüber den USA sowie ungeklärten Regulierungsfragen rund um KI und Urheberrecht begründet. Der Vorgang reiht sich in ein Muster ein, in dem plakative Investitionssummen des KI-Ausbaus und rechtlich bindende Verpflichtungen deutlich auseinanderfallen.