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US-Großbanken beschränken den Zugang fremder KI-Agenten zu Kundenkonten

Mehrere große US-Banken schränken den Zugriff von KI-Agenten Dritter auf Kundenkonten ein. Laut Axios und Reuters vom 22. Oktober, beide gestützt auf anonyme Quellen, beobachten Banken Agenten, die sich mit den Zugangsdaten von Kunden anmelden, Callcenter anrufen oder scheinbar ohne Auftrag handeln. Morgan Stanley sperrt solche Agenten bereits.

Axios nennt Morgan Stanley, Bank of America, JPMorgan und Wells Fargo unter den betroffenen Häusern. Meist meldeten sich Agenten mit Erlaubnis und Zugangsdaten der Kunden an. Teils hätten Banken aber beobachtet, dass Agenten Callcenter kontaktierten oder scheinbar unabhängig von den Anweisungen handelten. Viele Institute könnten nicht unterscheiden, ob ein Agent im Auftrag des Kunden handelt oder sich unbefugt Zugang verschafft hat.

Morgan Stanley blockiert Agenten Dritter, hat nach Angaben eines Sprechers aber keine unkontrolliert handelnden Agenten auf seinen Plattformen beobachtet. JPMorgan, Bank of America und Citi schränken den Zugang ebenfalls ein. Eine Branchenquelle sagte Reuters, Banken erkennten und stoppten Transaktionen von Agenten mit geteilten Zugangsdaten in der Regel; als unbefugt gälten sie nicht, wenn der Kunde die Daten selbst weitergegeben hat. Bestätigte Verluste von Kunden nennen die Berichte nicht.

Namentlich hatten sich zuvor zwei Bankchefs geäußert. JPMorgan-Chef Jamie Dimon sagte, man werde nicht jeden fremden Agenten hereinlassen, das sei für Kunden und Bank zu riskant. Schwab-Chef Richard Wurster erhält nach eigenen Worten täglich einen Bericht über blockierte Agenten, deren Zahl gering sei; Schwab wolle Anmeldung und Kundenerlebnis selbst kontrollieren.