World Labs beschreibt Atlas als „omni model“, das von Grund auf gemeinsam auf Text, Bildern, Video und 3D trainiert wurde. Die Bauform nennt das Unternehmen einen multimodalen autoregressiven Diffusion-Transformer. Als Eingabe dienen ein oder mehrere Referenzbilder; der Kameraweg wird nicht als Text beschrieben, sondern als Geometrie übergeben. Ausgabe sind Video, 360-Grad-Panoramen sowie Punktwolken und Gaussian Splats für die Darstellung auf dem Gerät.
Für die Bewertung ließ World Labs nach eigener Angabe externe Prüfer beurteilen, welches Modell dem vorgegebenen Kameraweg besser folgt. Atlas wurde dabei gegenüber Seedance 2.5 in 94 Prozent der Vergleiche bevorzugt, gegenüber FLUX 3 in 93, Happy Horse 1.1 in 86, Gemini Omni Flash in 81 und MiniMax H3 in 75 Prozent. Wie viele Prüfer wie viele Paare beurteilt haben, steht in der Veröffentlichung nicht.
Die Fachseite Radiance Fields hält fest, dass jede veröffentlichte Zahl eine Messung von World Labs selbst ist und das Unternehmen auch die Vergleichswerte der anderen Modelle selbst nachgestellt hat. Zum Beitrag erschienen weder ein Paper noch ein arXiv-Eintrag, eine Modellkarte oder Code. Das Unternehmen erhebt außerdem den Anspruch, trotz seiner Allgemeinheit die besten spezialisierten offenen Rekonstruktionsmodelle zu übertreffen; belegt ist auch das nur intern.
World Labs hat nach Angaben von SiliconANGLE bislang 1,2 Milliarden Dollar eingesammelt, unter anderem von Nvidia, AMD und Autodesk. Atlas soll künftige Fassungen des hauseigenen Produkts Marble antreiben. Wer Zugang möchte, muss ein Formular ausfüllen; einen Termin für die allgemeine Verfügbarkeit hat das Unternehmen nicht genannt.