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Offener Code rechnet den KI-Schlüssel zu einem Funkspruch von 1918 nach

Ein Entwickler berichtete am 17. September 2026, GPT-6 Astra habe den Schlüssel zu einem deutschen Funkspruch vom 27. November 1918 gefunden, der seit 2017 als ungelöste Aufgabe ausgeschrieben war. Drei Tage später erschien ein Repository, das die Lösung mit klassischer Kryptoanalyse nachrechnet und den Code dazu offenlegt.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 20. September 2026

Klaus Schmeh und George Lasry stellten im Februar 2017 22 deutsche ADFGVX-Funksprüche aus der Sammlung des US-Offiziers J. Rives Childs als offene Aufgabe ins Netz. Die Tagesschlüssel waren damals rekonstruiert worden, mehrere Sprüche blieben trotzdem unlesbar.

Unter dem Namen „prinz“ berichtete der Entwickler, GPT-6 Astra habe für einen 170 Zeichen langen Spruch das Schlüsselwort TRUPPENVERSCHIEBUNG geliefert. Der entschlüsselte Text meldet einen englischen Kreuzer in Sewastopol und ein alliiertes Geschwader für den 26.; die erste Tagesangabe enthält ein verstümmeltes Zeichen und wird als 24. gelesen. Die Logbücher der HMS Canterbury nennen den 24. November 1918 als Ankunftstag.

Am 20. September erschien unter MIT-Lizenz ein Repository, das nach eigener Darstellung alle bekannten Lösungen unabhängig nachrechnet. Es bewertet Entschlüsselungsversuche mit einer Häufigkeitsstatistik deutscher Vierbuchstabenfolgen und rekonstruiert das Chiffrierquadrat als Bedingungsproblem – für diesen Spruch ohne Widerspruch. Zwölf der 22 Funksprüche gelten dort als gelesen und geprüft, dazu kommen dokumentierte Fehlversuche.

Eine Unstimmigkeit bleibt, und prinz benennt sie selbst: TRUPPENVERSCHIEBUNG ist als Schlüssel erst ab dem 9. Dezember 1918 belegt, der Spruch stammt vom 27. November. Der Grund dafür ist unbekannt. Zur Tagesschlüssel-Liste der Arbeit von 2017 gehörte das Wort ebenfalls nicht.