Die erste Welle lief vom 3. bis 5. März 2026 mit 2.017 Befragten, die zweite vom 28. bis 30. August mit 1.016 Befragten. Beide liefen im wahrscheinlichkeitsbasierten Ipsos-KnowledgePanel; Epoch weist 90-Prozent-Konfidenzintervalle aus. Jede Welle zieht eine frische Stichprobe, verfolgt also nicht dieselben Personen weiter.
Neben dem Anstieg bei den Vielnutzern sank der Anteil derjenigen, die an genau einem Tag der Vorwoche KI genutzt hatten, von 17 auf 10 Prozent. Die Gesamtverbreitung stieg im selben Zeitraum von 50,0 auf 56,4 Prozent. Die Verschiebung liegt damit überwiegend innerhalb der bestehenden Nutzerschaft.
Epoch benennt die Einschränkung selbst: Die Frage nach den Nutzungstagen änderte sich zwischen den Wellen gleich zweifach. Im März galt sie der KI-Nutzung insgesamt, im August wurde jeder Dienst einzeln abgefragt; zudem bot der März drei grobe Bänder, der August eine genaue Tageszahl von 1 bis 7. Vergleiche der Häufigkeit über beide Wellen seien deshalb nur annähernd möglich.
In welche Richtung die Änderung wirkt, lässt das Institut offen: Eine genaue Tageszahl verlange, sich an jeden einzelnen Tag zu erinnern, und lade zum Runden auf 5 oder 7 ein. Die Einzelabfrage je Dienst könne die Häufigkeit gegenüber einer Gesamtfrage untertreiben, mehrfaches Nachfragen die Erinnerung aber auch verbessern oder die Zahlen aufblähen.