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Studie: Agenten-Kontextdateien helfen nicht, kosten aber mehr

ETH Zürich und LogicStar.ai haben geprüft, ob Kontextdateien wie AGENTS.md Coding-Agenten helfen. Auf den SWE-bench-Lite-Aufgaben und dem neuen CTXbench mit 138 Fällen aus zwölf Repositorien verbesserten sie die Lösungsrate nicht, erhöhten die Inferenzkosten aber um mehr als 20 Prozent. Das Papier erschien am 12. Februar 2026 und wurde am 23. Juni überarbeitet.

Geprüft wurden zwei Aufstellungen: die etablierten SWE-bench-Lite-Aufgaben, 300 Fälle aus elf verbreiteten Python-Projekten, mit maschinell erzeugten Kontextdateien – und CTXbench, das die Autoren neu aus 5.694 Pull Requests solcher Projekte zusammenstellten, die eigene, von Entwicklern eingecheckte Kontextdateien mitbringen.

Das Ergebnis fällt in beiden Aufstellungen gleich aus: Die mittlere Lösungsrate sinkt laut Papier um 0,5 Prozent auf SWE-bench und um 2 Prozent auf CTXbench. Der Befund gilt über verschiedene Modelle und Agenten hinweg und für maschinell erzeugte wie für eingecheckte Kontextdateien.

Getestet wurden vier Agenten-Konfigurationen: Claude Code mit Sonnet 4.5, Codex mit GPT-5.2 und mit GPT-5.1 Mini sowie Qwen Code mit Qwen3-30B-Coder. Anweisungen in den Dateien befolgen die Agenten gut. Repository-Überblicke, die Modellanbieter ausdrücklich empfehlen, verkürzen dagegen nicht den Weg zu den relevanten Dateien.

Die Autoren verabschieden sich nicht von Kontextdateien: Für nicht standardmäßige Projektregeln blieben sie nützlich, jeder behauptete Leistungsgewinn gehöre aber vor dem Einsatz gemessen. Das Papier ist ein Preprint ohne Begutachtung; die deutschsprachige Rezeption griff es am 12. September 2026 auf.