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Studie zählt 138 Parlamentarierinnen auf Seiten für Deepfake-Pornos

Die Berliner Denkfabrik Agora Digitale Transformation hat die Namen von 5.872 Abgeordneten aus den 27 EU-Staaten auf 160 Seiten für sexualisierte Deepfakes gesucht. Treffer gab es bei 138 Frauen und neun Männern aus 22 Ländern. Die Studie erschien am 14. September 2026, netzpolitik.org berichtete am 3. Oktober darüber.

Gesucht wurde vom 16. bis 20. Juli über Googles Suchschnittstelle; 36 der 160 Domains lieferten Treffer. Eine Gegenprobe mit 100 erfundenen Namen ergab nur sieben Namensgleichheiten mit Darstellerinnen. Ein gefälschtes Bild oder Video war in 38 Fällen tatsächlich abrufbar; viele Funde sind Sucheinträge, deren Inhalt nicht mehr auffindbar war. Bei acht der neun Männer gab es nur solche Einträge.

Bereinigt um weitere Einflussgrößen gibt die Studie für Frauen eine 33-fach höhere Chance an, betroffen zu sein. Kurz vor der Veröffentlichung wurden acht der Domains beschlagnahmt, wodurch die Funde zu 19 Abgeordneten verschwanden. Eine einmalige Messung könne nicht unterscheiden, ob eine Maßnahme Schaden verringert oder nur verlagert, heißt es in der Studie. Einige Darstellungen könnten mit Bildbearbeitung statt KI entstanden sein; sie wurden mitgezählt.

Der Policy Brief stammt von Benjamin Shultz und ist nicht begutachtet. Welche Parlamente betroffen sind, schlüsselt er nicht auf. Netzpolitik.org berichtet zudem von einem offenen Brief, in dem 119 Abgeordnete des EU-Parlaments schärfere Maßnahmen fordern.