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Kalifornischer Unternehmer soll KI-Server nach China geschmuggelt haben

Das US-Justizministerium hat am 1. Oktober 2026 die Festnahme von Greg Lui gemeldet, Inhaber der kalifornischen Firma Earthmade Computer. Die Anklage wirft ihm vor, Server mit Nvidia-GPUs im Wert von mehr als 300 Millionen Dollar über Länder wie Malaysia und Singapur nach China gebracht zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 3. Oktober 2026

Die Anklage umfasst drei Punkte: Verschwörung zum Verstoß gegen den Export Control Reform Act, Schmuggel bei der Ausfuhr und Verschwörung zur Geldwäsche. Lui soll die Server zunächst in Länder wie Malaysia und Singapur geliefert haben, von wo sie illegal nach China weitergingen; als Abnehmer nennt die Anklage einen Käufer mit Sitz in Hangzhou. Von zwei malaysischen Versandfirmen soll er von Januar bis Oktober 2024 mehr als 176 Millionen Dollar erhalten haben.

Laut Anklage steckten in den Servern Nvidia-Chips der Typen A100 und H100 sowie Grafikkarten der Reihen RTX 4090 und RTX 5090. Allein 100 Server mit H100 sollen für mehr als 22 Millionen Dollar verkauft worden sein. Den Zeitraum gibt die Anklage uneinheitlich an: an einer Stelle ab 2024, an anderer spätestens ab Oktober 2023 bis mindestens August 2026.

Die Höchststrafen liegen bei je 20 Jahren für Verschwörung und Geldwäsche und zehn Jahren für Schmuggel; zuständig ist das Bundesgericht für den Central District of California. Nvidia wird nichts vorgeworfen. Ein Vertriebsmanager eines namentlich nicht genannten US-Serverherstellers gilt als nicht angeklagter Mitverschwörer. Die Pressemitteilung des Ministeriums spricht von Chips für „Super Intelligence“, die Anklageschrift noch von künstlicher Intelligenz.