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Anthropic zahlt 1,5 Milliarden Dollar im Bücherstreit

Bundesrichterin Araceli Martínez-Olguín genehmigte am 20. Juli 2026 den Vergleich im Verfahren Bartz gegen Anthropic. Anthropic zahlt 1,5 Milliarden US-Dollar für schätzungsweise 500.000 Bücher, also rund 3.000 Dollar je Werk. Der Vergleich wird als höchste Summe in einem Urheberrechtsverfahren bezeichnet.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 21. Juli 2026

Der Streit betraf die Beschaffung der Bücher für Anthropics Trainingskorpus. Richter William Alsup hatte 2025 das Training auf rechtmäßig beschafftem Material als Fair Use eingeordnet, den Download aus Schattenbibliotheken wie Library Genesis aber als eigenständige Rechtsverletzung.

Die Einigung begrenzt das Risiko gesetzlicher Entschädigungen von bis zu 150.000 Dollar je Werk. Sie entscheidet zugleich nicht allgemein, ob Training auf geschützten, legal beschafften Texten zulässig ist. Diese Frage bleibt in anderen Verfahren offen; der Vergleich schafft keinen bindenden Präzedenzfall.