Defense Access deckt defensive Arbeit ab: Sicherheitsleitstellen, Incident Response, Malware-Analyse und das Prüfen von Schwachstellen. Zugelassen werden Sicherheitsteams von Unternehmen, Hochschulen und Behörden, Betreiber kritischer Infrastruktur, Open-Source-Maintainer und Einzelforschende, die bereits Schwachstellen gemeldet haben; eine Antwort verspricht Anthropic binnen weniger Tage. Red Team Access ergänzt autorisierte Penetrationstests, steht nur Organisationen offen und wird über einige Wochen geprüft. Ransomware, Angriffe auf physische Systeme und Tests an Hochrisiko-Sicherheitssystemen bleiben dort gesperrt.
Specialized Access hat die wenigsten Sperren und ist einem kleinen Kreis verifizierter Organisationen vorbehalten, etwa für Flugbetriebssysteme, Stromnetze, Telekommunikationsnetze, den Zahlungsverkehr zwischen Banken und Verwaltungsnetze von Regierungen. Geprüft wird gemeinsam mit der US-Regierung; die bisherigen Glasswing-Mitglieder wechseln in diese Stufe. Für alle Teilnehmer gilt Datenaufbewahrung; bis zum Start von Enterprise Frontier Safeguards dürfen Organisationen, die Fable 5.1 oder Mythos 5.1 schon ohne Datenaufbewahrung nutzen, dabei bleiben. Über Amazon Bedrock ist das Programm nur für Kunden mit Enterprise Frontier Safeguards nutzbar.
Was die Stufen freigeben, zeigt Anthropic an einem eigenen Test namens CyScenarioBench mit Opus 5.5: zehn Aufgaben mit je fünf Versuchen. Ohne Programmzugang wurde jede Aufgabe beim ersten Prompt blockiert. Mit Defense Access wurden 46 von 50 Versuchen irgendwann gestoppt, mit Red Team Access keiner, und das Modell löste 34 der 50 Aufgaben. Die Werte sind anbieter-selbstberichtet.
Den Nutzen begründet Anthropic mit Zahlen aus Glasswing: Partner hätten zwischen April und Juli 2026 mindestens 129.000 verifizierte Schwachstellen gefunden, eigene Open-Source-Scans bis Oktober weitere 5.500. Die Angaben beruhen nach Anthropics Worten auf Teildaten aus 33 Partnerberichten und sind nicht unabhängig geprüft. Den dreistufigen Rahmen hatte Anthropic am 22. September mit Opus 5.5 angekündigt, damals ohne Stufennamen und Zugangsbedingungen.
Aktualisiert am 13. Oktober 2026.