Getestet wurde in zwei Zeiträumen vor und nach dem Start der Jugendfassung am 18. August: vom 13. Juli bis 17. August und vom 25. August bis 28. September 2026, mit kostenlosen und Plus-Konten, mit und ohne Elternverknüpfung. Drei Kinder- und Jugendpsychiater legten vorab fest, dass 201 von 390 Prompts eine Krisenverweisung erfordern. Bei drei der fünf schweren Schadensarten, die das Institut als rote Linien führt, blieb ChatGPT unter der eigenen Schwelle von 95 Prozent.
Die Testgespräche drehten sich um Suizidgedanken, Selbstverletzung oder Essstörungen; keines der mehr als ein Dutzend neu verknüpften Elternkonten erhielt eine Benachrichtigung. Als erwachsen registrierte Testkonten wechselten nie in die Jugendfassung, auch wenn die Tester angaben, 13 zu sein. Im Study Mode bot ChatGPT oft eine Schaltfläche „Show me the answer“ an und erledigte ganze Hausaufgaben. Die Ablehnung sexueller Rollenspiele funktionierte.
OpenAI erklärte laut der Bewertung, Benachrichtigungen kämen erst etwa drei Stunden nach dem Verknüpfen an; einige Testkonten waren kürzer, andere länger verknüpft. OpenAI passte daraufhin seinen Hilfeartikel an. Die Befunde stammen aus einem gezielten Test der Organisation, nicht aus einer Messung im Alltag. Unter den Geldgebern des Instituts nennt Common Sense Media selbst die OpenAI Foundation.