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Apple verklagt OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen für dessen Hardware-Pläne

Apple hat am 10. Juli 2026 vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien Klage gegen OpenAI, dessen Hardware-Tochter io Products sowie zwei frühere Apple-Mitarbeiter erhoben: OpenAIs Chef-Hardware-Entwickler Tang Tan (24 Jahre bei Apple, u. a. Produktdesign für iPhone und Apple Watch) und den Elektroingenieur Chang Liu. Vorwurf: systematischer Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen und Vertragsbruch, um OpenAIs erstes Hardware-Produkt aufzubauen.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 11. Juli 2026

Apple reichte die Klage laut übereinstimmenden Berichten am Freitag, 10. Juli 2026, beim U.S. District Court for the Northern District of California ein. Beklagte sind neben OpenAI die Hardware-Tochter io Products sowie namentlich Tang Tan – heute OpenAIs Chief Hardware Officer, zuvor Apple-Vizepräsident für das Produktdesign von iPhone und Apple Watch – und Chang Liu, der acht Jahre als Senior Systems Electrical Engineer bei Apple war und 2026 zu OpenAI wechselte.

Zu den Vorwürfen zählt Apple unter anderem: Tan habe noch bei Apple beschäftigte Bewerber angewiesen, „echte Teile“ (actual parts) aus Apple zu Bewerbungsgesprächen mitzubringen, damit er und sein OpenAI-Team in „Show-and-tell“-Runden weitere vertrauliche Informationen abschöpfen könnten; er habe Lieferanten-Informationen vor seinem Weggang an sein privates Postfach weitergeleitet und neuen Mitarbeitern geraten, wie sie Apples Austritts-Prozeduren umgehen. Liu habe ein Apple-Notebook nach dem Wechsel nicht zurückgegeben und darüber vertrauliche technische Dokumente heruntergeladen. Die Klageschrift bezeichnet OpenAIs Hardware-Geschäft als „rotten to its core by its illegal reliance on misappropriated trade secrets“.

Apple verlangt Schadensersatz, Unterlassungsanordnungen und ein Verbot, die betroffenen Geschäftsgeheimnisse weiter zu nutzen; eine konkrete Schadenssumme nennt die Klage nach den vorliegenden Berichten nicht. OpenAI-Sprecher Drew Pusateri erklärte, das Unternehmen habe „no interest in other companies’ trade secrets“ und konzentriere sich darauf, „innovative Technologie zu bauen, die Menschen überall stärkt“; man prüfe die Klageschrift noch. Einordnung: Sämtliche Vorwürfe stammen aus Apples Klageschrift und sind gerichtlich nicht geklärt; Zeuge dieses Streits ist letztlich der wachsende Wettbewerb um KI-Hardware und die dafür nötigen Ingenieure.

Nachtrag vom 17. Juli 2026: Apple weitet den Konflikt aus. Medienberichten zufolge (Bloomberg, aufgegriffen von MacRumors und ComputerBase) hat der Konzern rund 40 ehemalige Mitarbeiter, die inzwischen für OpenAI arbeiten, per anwaltlichem Schreiben zur Sicherung potenziell relevanter Unterlagen aufgefordert – solche „Legal Preservation Letters“ (Litigation-Hold-Aufforderungen) verpflichten die Empfänger, Dokumente, E-Mails, Chatverläufe und weitere Kommunikationsdaten für ein mögliches Verfahren aufzubewahren. Insgesamt sollen rund 400 frühere Apple-Beschäftigte zu OpenAI gewechselt sein; die bislang bekannten Vorwürfe seien nach Apples Darstellung womöglich nur die „Spitze des Eisbergs“. Einordnung: Die Zahlen stammen aus der Berichterstattung (Bloomberg hinter Bezahlschranke), nicht aus einer gerichtlichen Feststellung; Preservation Letters sind eine übliche prozessvorbereitende Maßnahme, kein Schuldnachweis.

Aktualisiert am 18. Juli 2026.