Bisher war ein Projekt in Claude Code vor allem ein Ablageort für Kontext. Jetzt übernimmt Claude die Verteilung: Es umreißt die Anfrage, delegiert die Arbeit, koordiniert parallele Threads, prüft deren Ausgaben und fügt das Ergebnis zusammen. Jeder Thread ist eine eigene Cloud-Sitzung; ist ein Repository angebunden, öffnet ein Thread Pull Requests und lässt die Tests laufen.
Neu ist ein gemeinsames Gedächtnis: Jeder Thread schreibt hinein und liest daraus, was laut Anthropic aufwendige Prompt-Vorbereitung erspart. Dazu kommt eine Bibliothek, die hochgeladene Dateien und die von Claude erzeugten Artefakte im Projekt sammelt. Modell und Aufwandsstufe lassen sich je Projekt einstellen, der Verbrauch ist projektweise einsehbar.
Die Beta erreicht zunächst ausgewählte Pro- und Max-Konten, die Cloud-Sitzungen nutzen und noch kein Projekt angelegt haben; weitere Konten dieser Tarife sollen im Lauf der Woche folgen. Wer nicht freigeschaltet ist, kann sich auf eine Warteliste setzen. Chat, Cowork sowie Team- und Enterprise-Tarife kommen später; bestehende Projekte arbeiten unverändert weiter.
Zwei Einschränkungen nennt Anthropic selbst. Threads laufen derzeit nur in der Cloud; die Ausführung auf dem eigenen Rechner, mit lokalen Werkzeugen und hinter dem eigenen Netz, soll bald folgen. Und weil mehrere Threads gleichzeitig arbeiten, ist das Tarifkontingent schneller aufgebraucht. Zahlen zu einem Tempo- oder Qualitätsgewinn nennt das Unternehmen nicht.