Die 36 Vorhaben stammen aus einer internen Abfrage: Die eigenen Fördernden sollten aufschreiben, welche Organisationen sie finanzieren würden, wenn sich Gründer fänden. Die Liste wuchs nach Angaben der Stiftung rasch über 200 Einträge und wurde auf 36 eingedampft, verteilt auf sieben Felder – darunter unabhängige Prüfung, Forschungsinstitute, Belegerzeugung, KI-Sicherheit und Verifikation sowie Talentförderung.
Die drei Förderstufen sind nach Reife gestaffelt: 200.000 bis 2 Millionen Dollar für eine Idee samt Team, ausdrücklich ohne Vorergebnisse; 2 bis 20 Millionen für Start und Ausbau; 20 bis über 200 Millionen für bewährte Teams – oder für Neugründungen, hinter denen ein Spitzenteam steht. Einen Rechtsträger setzt die erste Stufe nicht voraus, und auch Teams außerhalb der USA können sich bewerben.
Die Begründung steht als Satz auf der Projektseite: „Founders are the bottleneck, not funding.“ Zur Größenordnung nennt die Stiftung eigene Zahlen: Im Vorjahr flossen rund 350 Millionen Dollar in ihre Programme für technische KI-Sicherheit, Sicherheitstechnik und Feldaufbau; für dieses Jahr sei man auf Kurs, über eine Milliarde Dollar zu vergeben.
Dass die oberste Stufe kein theoretischer Wert ist, zeigt ein Beispiel, das 80.000 Hours nennt: Coefficient gab dem neuen Forschungszentrum Resolution von Geoffrey Irving 160 Millionen Dollar. Programmleiter Max Nadeau ordnet das in einem Podcast so ein, dass bei den Vorhaben dieser Liste nicht das Geld der Engpass sei, sondern die Menschen – bei anderen Themen der KI-Sicherheit sei Geld sehr wohl knapp.
Das Verfahren läuft ohne Bewerbungsfrist: Wer einen Leistungsnachweis vorweisen kann, beschreibt zunächst Person und Vorhaben; aussichtsreiche Bewerbungen werden zu einem ausgearbeiteten Antrag eingeladen, besonders starke direkt zu einem Pitch-Termin. Die Stiftung kündigt an, schnell zu entscheiden und das Geld bald danach auszuzahlen.