Artificial Analysis misst für DeepSeek-V4.1-Flash 39,5 Punkte im Intelligence-Index und damit den höchsten Wert, den das Haus bislang erreicht hat: V4 Pro 0813 steht bei 36,3, V4 Flash 0731 bei 34,5. Der Lauf kostete 0,2652 US-Dollar je Aufgabe gegenüber 0,6740 für V4 Pro, das Ausgabe-Tempo liegt bei 194,3 statt 68,8 Token je Sekunde. Coding- und Agentik-Index sind dort noch nicht erhoben.
Neu ist auch die Lizenzlage. Die Ablage auf Hugging Face wurde am 10. September um 02:17 UTC angelegt, trägt die MIT-Lizenz und ist als „image-text-to-text“ ausgewiesen – die Bild-Eingabe gehört also zum offenen Modell und nicht nur zur Programmierschnittstelle. Bisher gab es Bild-Eingabe bei DeepSeek allein über das experimentelle deepseek-v4-flash-vision-exp ohne offene Gewichte.
Die Modellkarte nennt 552 Mrd. Parameter im Rumpf, von denen je Token 8 Mrd. im Prefill und 16 Mrd. im Decode aktiv sind, aufgeteilt auf einen 20-schichtigen kausalen Encoder und einen 20-schichtigen Decoder. Ihre Benchmark-Tabelle ist anbieterseitig und entsprechend befangen; bemerkenswert ist, dass sie die eigenen Schwächen mitführt: Auf Terminal-Bench 3.0 und 4.0 stehen 30,0 und 31,2 Prozent gegen 43,3 und 51,8 für Claude Opus 5.
Eine unabhängige Praxis-Gegenprobe liefert ein privater Projekt-Benchmark mit vier Vorhaben: Dort erreicht das Modell auf der Stufe max 30,45 von 40 Punkten und auf high 29,85, während der Vorgänger V4 Flash auf high bei 25,0 lag. Die Tabellenspitze hält GPT-6 Astra mit 38,2 Punkten, kostet dort aber 0,69 statt 0,03 US-Dollar je Prompt. Ein Tester, ein Modell als Richter – als Richtung verwertbar, nicht als Rangliste.