Der Kern ist ein Server-Client-Modell: Schließt man den Client oder bricht die SSH-Verbindung ab, laufen die Terminals im Hintergrund weiter. Das kennt man von tmux. Neu ist die Agenten-Sicht – das Programm liest den Zustand der laufenden Agenten aus und beschreibt sich selbst als „the runtime your coding agents live on“.
Version 0.9.0 vom 7. September 2026 zieht mehrere Rechner in ein Fenster: lokale und gespeicherte SSH-Maschinen mit gemeinsamer Agentenliste, Benachrichtigungen und automatischem Wiederverbinden, wobei eine abgerissene Maschine die anderen nicht unterbricht. Mehrere Clients können unabhängig voneinander verschiedene Workspaces ansehen. Ergänzt wurde außerdem die Zustandserkennung für Muse-Agenten, die nun auch Freigabe und Rückfrage unterscheidet.
Das Projekt ist am 27. März 2026 angelegt worden und steht unter der Apache-Lizenz 2.0. Die GitHub-API wies am 11. September 2026 37.712 Sterne, 2.787 Forks und 331 offene Issues aus. Unter den Mitwirkenden steht auch David Heinemeier Hansson, der Ruby-on-Rails-Autor, mit fünf Beiträgen.
Dahinter steht ein Ein-Personen-Unternehmen: Die Profilseite von Y Combinator führt Herdr im Jahrgang Fall 2026, mit Sitz in Ankara, Teamgröße eins und Gründer Can Celik. Der Werbetext benennt die Zielgruppe direkt: Entwickler betrieben heute keine einzelnen Agenten mehr, sondern Flotten, über Laptops, Server und Sandboxes hinweg.