David Strömberg, Victor Lei und Yanhui Wu verknüpften Hausaufgaben, Bearbeitungszeiten, Klausuren und Aufnahmeprüfungen aus neun Fächern. Die selbstberichtete Nutzung generativer KI stieg im beobachteten Landkreis von nahezu null auf etwa 80 Prozent.
Sechs Monate nach dem Einstieg lagen Hausaufgabennoten höher, während Klausurergebnisse sanken. Die größten Einbußen zeigten sich laut Studie bei jüngeren und leistungsstarken Schülern; bei Aufnahmeprüfungen wurde der volle Effekt erst nach ungefähr zwei Jahren sichtbar.
Die Autoren nutzen ein Difference-in-Differences-Design: Sie vergleichen die Veränderung bei bereits umgestiegenen Schülern mit jener noch nicht umgestiegener Mitschüler. Das ist ein kausales Argument, aber kein randomisiertes Experiment. Die Leistungsdaten sind administrativ, die KI-Nutzung beruht auf Selbstauskunft; das Papier ist eine vorläufige Beobachtungsstudie.