Google stellt Gemini 4 Argon vor, vorerst nur für Cyberverteidiger
Google hat am 30. September 2026 sein neues Spitzenmodell Gemini 4 Argon angekündigt. Nutzen dürfen es zunächst nur ausgewählte Cyberverteidiger im Fairwind-Programm; zahlende API-Kunden und Abonnenten von Google AI Ultra sollen später folgen. Im unabhängigen Intelligence Index von Artificial Analysis liegt Argon mit 52,6 Punkten gleichauf mit GPT-6 Astra.
✓ Aussagen gegen die Quellen geprüft · 1. Oktober 2026
Fairwind-Teilnehmer und Googles eigene Teams erhalten Argon ohne die sonst üblichen Cyber-Schutzfilter. Parallel nimmt Google am freiwilligen Verfahren der US-Regierung teil, bei dem Behörden Modelle vor der Veröffentlichung erhalten. Zum Start soll Argon 2 Dollar je Million Eingabe-TokenDie kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – ein Wortstück, kein ganzes Wort. Faustregel: rund 1.000 Tokens entsprechen grob 750 deutschen Wörtern. Preise und Kontextlängen werden in Tokens gerechnet.Mehr im Wissen → und 10 Dollar je Million Ausgabetoken kosten, gecachte Eingaben 95 Prozent weniger; nach der Einführungsphase gelten 4 und 20 Dollar. Die maximale Antwortlänge steigt von 64.000 auf eine Million Token.
Laut Google erreicht Argon im Coding-Benchmark DeepSWE v1.1 77,9 Prozent und führt Zapiers AutomationBench mit 51,3 Prozent an; beim Beheben von Sicherheitslücken auf CWE-bench v1 teilt es sich mit 68 Prozent den ersten Platz. Intern portieren Argon-Agenten C- und C++-Code nach Rust, ein Videodecoder laufe danach 2,7-mal so schnell wie die vorherige Rust-Fassung. Diese Werte stammen vom Anbieter selbst.
Artificial Analysis hat Argon über Googles eigene Schnittstelle noch vor der öffentlichen Freigabe gemessen. Auf der höchsten Stufe „high“ kommt es auf 52,6 Indexpunkte, GPT-6 Astra auf 52,7; vorn liegen Claude Opus 5.5 mit 57,6 und Claude Sonnet 5.5 mit 56,0 Punkten, jeweils auf höchster Stufe. Gemini 3.1 Pro Preview steht bei 29,7. Eine Index-Aufgabe kostet mit Argon zum Einführungspreis 1,99 Dollar, mit Astra 3,26 Dollar – obwohl Argon dafür im Schnitt rund 61.600 Ausgabetoken erzeugt, Astra nur 27.200.
Bei automatisierten Büroabläufen in der AA-Fassung von AutomationBench führt Argon mit 77,5 Prozent vor Sonnet 5.5 mit 71,3 Prozent. Im Kommandozeilen-Test Terminal-Bench 4.0 liegt es mit 57,1 Prozent hinter Sonnet 5.5, Opus 5.5 und Astra. Im Wissenstest AA-Omniscience gibt Argon bei Fragen, die es nicht richtig beantwortet, in 15 Prozent der Fälle eine falsche Antwort, statt Unwissen einzuräumen; bei Astra sind es 51 Prozent. In der Text-Arena, wo Menschen Antworten blind vergleichen, führt Argon mit 1.525 Punkten vor Claude Opus 4.6 mit 1.505 – vorläufig, nach knapp 4.900 Stimmen.