FTC-Chef Andrew Ferguson habe die Untersuchung vor einigen Wochen eingeleitet, sagte der Behördenvertreter der New York Post, die zuerst berichtete; Reuters sprach danach selbst mit ihm. Geprüft werden mögliche unlautere oder irreführende Praktiken im Sinne des FTC Act. Die Auskunftsverlangen – sogenannte Civil Investigative Demands, einer Vorladung vergleichbar – sollen in den kommenden Wochen verschickt werden. Bislang werden sie noch entworfen.
Laut Reuters hatte Ferguson schon Bedenken, bevor Agenten von OpenAI die Plattform Hugging Face angriffen; der Vorfall habe die Dringlichkeit aber erhöht. Neben den beiden Anbietern soll auch METR aussagen, eine gemeinnützige Organisation aus Berkeley, die Modelle auf gefährliche Fähigkeiten prüft. Weitere Adressaten nennen die Berichte nicht.
Die Untersuchung solle die Entwicklung nicht bremsen, sagte der Beamte der Post: „Wir sagen ihnen nicht, dass sie aufhören sollen.“ Man befinde sich in der Ermittlungsphase. OpenAI und Anthropic antworteten zunächst weder der Post noch Reuters.
Am 29. September hatten mehrere KI-Firmen im Weißen Haus eine Vereinbarung über externe Prüfungen ihrer Modelle unterzeichnet. Mitte September hatte Ferguson bereits den Wunsch der Labore nach einer Kartellausnahme für gemeinsame Sicherheitsabsprachen als verdächtig bezeichnet.