Klage gegen Anthropic: Claude-Max-Limits angeblich überzeichnet
Ein US-Nutzer hat Anthropic vor dem Bundesgericht für den Norden Kaliforniens verklagt und Sammelklage-Status beantragt. Vorwurf: Die Tarife Claude Max 5x und 20x suggerierten eine fünf- bzw. zwanzigfach höhere Nutzung gegenüber Pro, lägen real aber deutlich darunter.
Kläger Karl Kahn wirft Anthropic vor dem US-Bundesgericht für den nördlichen Distrikt von Kalifornien vor, die seit April 2025 angebotenen Tarife „Claude Max 5x“ (100 $/Monat) und „Claude Max 20x“ (200 $/Monat) erweckten den Eindruck einer fünf- bzw. zwanzigfach höheren Nutzung gegenüber dem Pro-Abo.
Tatsächlich lägen die Limits deutlich niedriger: Eine einzige fünfstündige Arbeitssitzung habe unter „Max 20x“ rund 15 % seines Wochenkontingents verbraucht und ihn gezwungen, die Arbeit zu unterbrechen, zu rationieren oder Zusatzkapazität zu kaufen. Die Klage verweist auf E-Mails von Anthropic an Abonnenten aus dem Juli 2025 mit Verbrauchsschätzungen, die von den realen Limits abwichen.
Kahn beantragt die Zulassung als Sammelklage für Kunden beider Max-Tarife. Einordnung: Ein einzelnes Verfahren entscheidet noch nichts, illustriert aber die generelle Intransparenz nutzungsbasierter KI-Abos – und reiht sich in die jüngsten Auseinandersetzungen um Anthropics Limits und Abrechnung ein.