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Klage: ChatGPT soll bei Lungenembolie vom Krankenhaus abgeraten haben

Der frühere Pastor Scott Winters verklagt OpenAI und Sam Altman in Kalifornien. ChatGPT habe Beschwerden, die sich später als beginnende Lungenembolie herausgestellt hätten, als ungefährlich eingestuft und vom Krankenhausbesuch abgeraten. Die Klage fordert Schadensersatz und eine Pause für direkt an Verbraucher gelieferte Gesundheitsprodukte.

Winters reichte die Klage am 22. Juli 2026 beim Superior Court of California in San Francisco ein. Er wirft OpenAI Fahrlässigkeit, fehlende Schutzmaßnahmen und die unbefugte Ausübung von Heilkunde vor. Betroffen gewesen sei GPT-4o; die Klageschrift verwendet dafür teils die Bezeichnung ChatGPT Health.

Nach Darstellung der Klage fragte Winters kurz vor dem Notfall wegen eines Druckschmerzes in der Leiste. ChatGPT habe ihm geraten, zu Hause zu bleiben, und die Beschwerden als ungefährlich eingeordnet. Im Juli 2025 erlitt er laut Klage eine lebensbedrohliche Lungenembolie. OpenAI weist die Verantwortung zurück und betont, ChatGPT sei kein Arzt und kein Ersatz für Diagnose oder Behandlung.

Winters verlangt außerdem eine einstweilige Verfügung. OpenAI soll Gesundheitsprodukte erst wieder direkt an Verbraucher liefern dürfen, wenn unabhängige Prüfer umfassende Sicherheitsaudits abgeschlossen haben. Ob die behaupteten Chatverläufe den Krankheitsverlauf verursacht haben, ist gerichtlich ungeklärt.