Am 24. September brachten die Entwickler Peter James und Jonny L. Saunders Muse dazu, sein eigenes Dateisystem zu packen und herauszugeben; der Sicherheitsforscher Karan Joshi zog auf ähnlichem Weg Anweisungen und Systemprompts über die normale Chat-Oberfläche. Meta wertete den Export nicht als Sicherheitsvorfall, weil jede virtuelle Maschine nur ihrem eigenen Nutzer gehört, und erklärte, die Dateien seien bewusst einsehbar.
Laut den Anweisungen soll Muse für jede Person im Leben des Nutzers eine Seite führen: Familie, Partner, Freunde, Kollegen und Menschen, denen der Nutzer folgt. Die Seiten beginnen dünn und füllen sich mit Rubriken wie Fakten, Geschichte, Beziehung, Gemeinsamkeiten, offene Themen und Stärkung der Beziehung. Erfundene Details seien schlimmer als eine leere Seite, heißt es in den Anweisungen.
Der Future Society Hub der Universität St. Gallen hat den Export ausgewertet und jede Aussage mit Datei und Zeile belegt. Danach löscht die Vergessen-Funktion nur Gedächtnisnotizen, nicht das Chat-Protokoll, und soll das gegenüber dem Nutzer nicht erwähnen. Eine Gedächtnis-Einbettung und sogenannte Lektionen für das nutzerübergreifende Lernen verlassen zudem die einzelne virtuelle Maschine. Die Auswertung ist nach eigener Angabe mit KI erstellt und von Meta nicht geprüft; ob die Dateien dem aktuellen Stand entsprechen, lässt sich von außen nicht feststellen.
Ein Meta-Sprecher sagte WIRED, Muse sammle diese Angaben aus öffentlichen Informationen und aus dem, was Nutzer freiwillig teilten – etwa, dass der Absender einer Rechnung der zuvor beauftragte Klempner sei. Miranda Bogen vom Center for Democracy and Technology sieht bei Muse einen stärkeren Schwerpunkt auf Beziehungen und Kontakten als bei konkurrierenden Assistenten.