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Flint trennt Diagramminhalt und geometrische Anordnung

Microsoft Research hat Flint veröffentlicht, eine quelloffene Zwischensprache für Diagramme. Ein KI-Agent beschreibt darin die Bedeutung von Datenfeldern; ein deterministischer Compiler übernimmt Achsen, Skalen und Gestaltung. Flint übersetzt die Spezifikation unter anderem nach Vega-Lite, ECharts, Chart.js, Plotly und in weiter bearbeitbare Excel-Diagramme.

Flint behandelt Diagramme als zwei getrennte Aufgaben. Ein Sprachmodell soll semantisch angeben, ob ein Feld etwa einen Preis, eine Rangfolge oder eine Temperatur enthält. Die Sprache bietet dafür mehr als 70 Bedeutungstypen. Aus dieser Beschreibung leitet der Compiler die Darstellung ab, statt das Modell jede Achse und Farbwahl direkt erzeugen zu lassen.

Das Projekt wird als npm-Bibliothek und MCP-Server verteilt und steht unter MIT-Lizenz. Version 0.4.0 ergänzt 38 Plotly-Typen und 18 native Excel-Vorlagen. Die Python-Fassung ist noch eine Quellcode-Vorschau. Flint kompiliert in bestehende Diagrammsprachen; es ersetzt Vega-Lite oder ECharts nicht.

Die Ankündigung nennt kleine Vorsprünge gegenüber einer direkten Vega-Lite-Erzeugung: In drei Modelltests lagen die Flint-Werte bei 16,27 gegenüber 15,91, 16,16 gegenüber 15,60 und 15,91 gegenüber 15,34. Diese Bewertung stammt von den Autoren selbst. Karten, 3D- und Netzwerkdiagramme sowie Fragen der Barrierefreiheit gehören weiterhin zu den offenen Grenzen des Forschungsprojekts.