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Dritt-Messung auf DeepSWE: Kimi K3 praktisch gleichauf mit Claude Fable 5 – zu einem Drittel der Kosten

Der Inferenz-Anbieter Together AI hat am 24. Juli 2026 eine eigene Vergleichsmessung von Moonshots Kimi K3 und Anthropics Claude Fable 5 auf DeepSWE veröffentlicht: 452 gewertete Durchläufe bei maximaler Anstrengung, aufgebaut aus 113 echten, langhorizontigen Feature-Anfragen aus laufenden Open-Source-Repositories mit je vier Versuchen. Beim ersten Versuch (pass@1) liegt Fable 5 mit 69,9 gegenüber 68,5 Prozent knapp vorn; über vier Versuche (pass@4) dreht sich das Bild leicht zugunsten von K3 (89,4 gegenüber 88,5 Prozent). Der eigentliche Unterschied liegt im Preis: 4,65 US-Dollar je Durchlauf für K3 gegen 13,41 US-Dollar für Fable 5 – nach Together-Rechnung das 2,8-Fache an erledigter Arbeit je Dollar.

Die Auswertung stammt von Zain Hasan und Shobhit Dixit und beschreibt ihren Aufbau selbst so: „452 graded rollouts at max effort: 113 real, long-horizon feature requests from live open-source repos, four trials each“. Gemessen wird also nicht an einem kuratierten Aufgaben-Set, sondern an Feature-Anfragen aus laufenden Projekten, jede viermal durchgespielt – daher die Doppelmetrik aus pass@1 (löst das Modell die Aufgabe im ersten Anlauf?) und pass@4 (löst es sie in mindestens einem von vier Anläufen?).

Die Werte liegen dicht beieinander: pass@1 68,5 Prozent für Kimi K3 gegenüber 69,9 Prozent für Claude Fable 5 – 1,4 Punkte Vorsprung für das proprietäre Modell. Bei pass@4 kehrt sich die Reihenfolge um, 89,4 gegenüber 88,5 Prozent. Deutlich wird der Abstand erst bei den Kosten: Together beziffert 4,65 US-Dollar je Durchlauf für K3 und 13,41 US-Dollar für Fable 5 und rechnet daraus „2.8x the work per dollar“ zugunsten von Kimi K3.

Was die Messung nicht sagt: Sie deckt einen Aufgabentyp ab – langhorizontige Feature-Arbeit in bestehenden Repositories – und einen Harness. Ergebnisse auf Terminal-, Sicherheits- oder Mathematik-Aufgaben lassen sich daraus nicht ableiten; die staatliche Cyber-Bewertung derselben Woche sieht K3 etwa klar hinter der US-Spitze (siehe verwandte Depesche), und in Epoch AIs FrontierMath bleibt es deutlich zurück. Auch der Preisvorteil ist kein Naturgesetz: Moonshot hatte die K3-Preise gegenüber dem Vorgänger K2.6 bereits verdreifacht, und Together AI verdient an genau den Endpunkten, deren Kostenvorteil hier ausgewiesen wird.