Microsoft Research: „Memora“ trennt Speichern vom Abrufen im Agenten-Gedächtnis
Microsoft Research hat am 29. Juni 2026 „Memora“ vorgestellt, ein Gedächtnissystem für KI-Agenten, das die Speicherung vom Abruf entkoppelt. Statt ganze Inhalte einzubetten, indexiert Memora nur kurze „primäre Abstraktionen“ (6–8 Wörter) plus kontextabhängige „Cue Anchors“ und hält die ausführlichen Inhalte uneingebettet; ein „policy-guided retriever“ verfeinert Anfragen iterativ. Microsoft berichtet auf den Standard-Benchmarks LoCoMo (86,3 %) und LongMemEval (87,4 %) bessere Werte als Vergleichssysteme und bis zu 98 % weniger Token gegenüber Voll-Kontext-Inferenz. Das Paper erscheint auf der ICML 2026, der Code liegt offen auf GitHub.