Alle Depeschen

DepescheBranche

Sheriff: Gemini riet Wanderern zu wenig Proviant für Mount Shasta

Drei Wanderer aus Roseville mussten am 31. August 2026 vom Mount Shasta in Kalifornien gerettet werden. Nach Angaben des Siskiyou County Sheriff’s Office hatten sie ihre Tour weitgehend mit Google Gemini geplant; das Modell habe ihnen zu deutlich weniger Essen und Wasser geraten, als die Gruppe brauchte.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 6. September 2026

Der Ablauf nach Darstellung des Sheriff’s Office: Die drei jungen Männer schlugen am Samstag, dem 29. August 2026, auf rund 8.400 Fuß Höhe – etwa 2.560 Meter – ihr Basislager auf und brachen am Sonntag um 3 Uhr morgens mit Tagesrucksäcken zum Gipfel auf. Oben waren sie erst gegen 19 Uhr. Die empfohlene Umkehrzeit für den Berg ist 12 Uhr mittags.

Eine Stunde nach Beginn des Abstiegs riefen sie die Leitstelle des Sheriff’s Office an und fragten nach dem Weg. Danach gerieten sie von der Route ab in den Mud Creek Canyon; einer der drei verletzte sich am Knie. Kletter-Ranger des US Forest Service fanden die Gruppe am Montagmorgen und brachten sie zusammen mit Freiwilligen der Behörde zum Ausgangspunkt zurück.

Die Rolle des Chatbots gaben die Wanderer selbst gegenüber einem Deputy vor Ort an: Sie hätten sich für Route und Packliste stark auf Google Gemini gestützt. Die Behörde nennt das einen kritischen Fehltritt – Gemini habe ihnen geraten, „far less food and water than their group required“ mitzunehmen, zumal aus dem geplanten achtstündigen Aufstieg eine mehrtägige Tortur wurde.

Was daraus nicht folgt: Der Wortlaut der Gemini-Antworten ist nicht veröffentlicht, ebenso wenig, welche Fragen die Gruppe gestellt hat oder welche Modellfassung antwortete. Die Zuschreibung stützt sich auf die Angaben der Geretteten gegenüber der Behörde. Eine Stellungnahme von Google findet sich in keiner der ausgewerteten Wiedergaben.

Die Mitteilung erschien auf der Facebook-Seite des Sheriff’s Office und endet mit einer Empfehlung: Es sei immer ratsam, vor der Tour die örtliche Rangerstation des US Forest Service am Mount Shasta anzurufen, um die genauesten Informationen zu erhalten – und sich bei der Tourenplanung „never rely solely on AI“.