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PISA: Wer KI für Schulaufgaben nutzt, liegt in Naturwissenschaften zurück

Die OECD veröffentlichte am 8. September 2026 den ersten Band der PISA-Studie 2025. Danach schneiden 15-Jährige, die KI-Chatbots für einzelne Schulaufgaben nicht nutzen, in Naturwissenschaften in den meisten Ländern besser ab als Nutzer. Fast täglich greift im OECD-Schnitt jeder fünfte Schüler zu KI.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 9. September 2026

Die Erhebung erfasste 2025 mehr als 760.000 Schülerinnen und Schüler in 91 Ländern und Volkswirtschaften, die rund 33 Millionen 15-Jährige vertreten. Für den KI-Teil fragte PISA ab, wie oft Jugendliche Chatbots für einzelne Zwecke einsetzen: Texte zusammenfassen, Vorrecherche zu einem neuen Thema, Aufsätze entwerfen sowie allgemeine Lernhilfe.

Bei den aufgabenbezogenen Zwecken liegen Nichtnutzer in den meisten Ländern vorn. Beim Zusammenfassen und bei der Vorrecherche schneidet eine mittlere Nutzung — zwischen einmal im Monat und zweimal die Woche — besser ab als seltene und als fast tägliche Nutzung; beim Entwerfen von Aufsätzen fällt dieser Vorsprung geringer aus. Bei der allgemeinen Lernhilfe erreichen wöchentliche Nutzer ähnliche Werte wie Nichtnutzer.

Die OECD ordnet die Zahlen selbst ein. Die Werte sind um das sozioökonomische Profil bereinigt, dennoch schreibt der Bericht, die Zusammenhänge belegten nicht notwendig eine negative Wirkung der KI-Nutzung, sondern könnten auch widerspiegeln, wer KI einsetzt und wie. Jugendliche, die gar keine KI für Schularbeit nutzen, stammen häufiger aus benachteiligten Haushalten; der Bericht nennt fehlenden Zugang zu Geräten, stabilem Internet oder bezahlten Werkzeugen als mögliche Gründe.

Ein Teilbefund zeigt in die andere Richtung: Wo Jugendliche im Unterricht lernen, die Qualität KI-erzeugter Informationen zu beurteilen, schneiden häufige Nutzer etwas besser ab als ihre Mitschüler. Solche Gelegenheiten berichten bessergestellte Schüler öfter. Mehr Zugang zu KI-Werkzeugen allein bringe ohne Anleitung zum sinnvollen Gebrauch wenig, folgert der Bericht.

Unter den geprüften Fächern fiel der Rückgang beim Lesen am stärksten aus: Der OECD-Durchschnitt sank zwischen 2015 und 2025 von 489 auf 461 Punkte. 20 Prozent der 15-Jährigen gelten inzwischen in allen drei Fächern als leistungsschwach, nach 16 Prozent im Jahr 2022.