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Nvidia lässt GPU-Kernel nativ in Rust schreiben

Nvidia hat am 8. September 2026 CUDA Rust vorgestellt: zwei Werkzeugketten, mit denen sich Rechenkerne für Grafikprozessoren direkt in Rust schreiben lassen. cuda-oxide bildet das klassische Thread-Modell nach und steht im frühen Alpha-Stadium, das reifere cutile-rs rechnet auf Datenkacheln und liegt auf crates.io.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 9. September 2026

cuda-oxide setzt auf das SIMT-Modell: Der Code beschreibt, was ein einzelner Thread tut, und startet Tausende davon. Das Projekt übersetzt Rust-Kernel nativ nach PTX, Nvidias Zwischensprache für Grafikprozessoren. Vorausgesetzt werden Linux, eine GPU ab Compute Capability 8.0, ein CUDA-Toolkit ab 12.x und eine festgelegte Nightly-Toolchain; heise nennt zusätzlich clang mit libclang-Headern und LLVM ab Version 21.

cutile-rs beschreibt stattdessen, was mit einer Kachel von Daten geschieht; über die Verteilung auf Threads und das Speicherlayout entscheidet der Tile-IR-Compiler. Diese Kette braucht stabiles Rust ab 1.89 und CUDA 13.3 und kommt ohne eigene LLVM-Installation aus. Laut Nvidia wird sie bereits außerhalb des Unternehmens eingesetzt, in Hugging Faces Inferenz-Maschine Grout und in mistral.rs; Nvidia empfiehlt sie den meisten Entwicklern.

Die Angaben lassen sich an den Veröffentlichungen prüfen. Beide Projekte liegen unter Apache-2.0 bei NVlabs auf GitHub: cuda-oxide, angelegt am 22. April 2026, kam am 9. September 2026 auf 3.188 Sterne, cutile-rs vom 12. März 2026 auf 820. Auf crates.io steht das Paket cutile in Version 0.3.1, zuletzt aktualisiert am 4. September 2026.

Beide Ketten erzwingen Speichersicherheit zur Übersetzungszeit — der Punkt, an dem sich Rust von CUDA C++ abgrenzt. Laufzeitvergleiche mit CUDA C++ oder numba-cuda enthält die Ankündigung nicht; sie stammt von Nvidia selbst, unabhängige Messungen liegen bislang nicht vor.