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OpenAI gibt der Ukraine Zugang zu seinem Cyberprogramm Daybreak

OpenAI hat am 23. September 2026 am Rande der UN-Generalversammlung angekündigt, dem ukrainischen Ministerium für digitale Transformation Zugang zum Cyberprogramm Daybreak zu geben. Ukrainische Teams sollen damit Schwachstellen in Software finden und Korrekturen schneller entwickeln und testen.

Die Ankündigung machten Dmytro Kushneruk, ukrainischer Generalkonsul in San Francisco, und Sasha Baker, bei OpenAI zuständig für nationale Sicherheitspolitik, gemeinsam bei einer Nebenveranstaltung der UN-Generalversammlung. Partner auf ukrainischer Seite ist das Ministerium für digitale Transformation.

Genannt werden Aufgaben, nicht Stufen: ältere Software durchsehen, auffälliges Verhalten untersuchen, Schwachstellen bestätigen und Korrekturen testen. Daybreak laufe auf GPT-5.6 Sol, schreibt eine der Wiedergaben. Ob die Ukraine Daybreak Blue, Daybreak Red mit dem nachtrainierten GPT-5.6-Cyber oder beides erhält, steht in keiner von beiden.

Als Begründung nennt OpenAI die Angriffslast: Das ukrainische Notfallteam CERT-UA habe 2025 5.927 Vorfälle bearbeitet gegenüber 4.315 im Jahr davor, ein Plus von gut 37 Prozent. Die Zahl stammt aus OpenAIs Ankündigung und ist nicht an einer Veröffentlichung von CERT-UA belegt.

Der Zugang steht neben OpenAIs Programm Daybreak for Frontline Defenders, für das das Unternehmen subventionierten Zugang im Wert von einer Milliarde Dollar über sechs Monate angekündigt hat – zunächst in den USA. Ob der ukrainische Zugang daraus stammt oder unentgeltlich ist, geht aus den Wiedergaben nicht hervor.

Daybreak teilt sich seit dem 10. August 2026 in Blue für Verteidiger und Red für offensive Sicherheitsforschung. In Red steht das nachtrainierte GPT-5.6-Cyber bereit, das in OpenAIs eigenem Maß 95 Prozent heikler Anfragen beantwortet, gegenüber 1,5 Prozent beim Standardmodell. Der Zugang setzt eine Identitätsprüfung voraus; im August verloren mehrere Einzelforscher ihn nach einer Panne und kamen über die Neuverifizierung nicht zurück.