Beschäftigte fanden das Gerät am 30. September in einem USB-Anschluss auf der Rückseite des Fernsehers, eingewickelt in Toilettenpapier. Es ist eine daumengroße Entwicklungsplatine (Seeed XIAO ESP32-S3 Sense) mit Mikrofon und microSD-Karte. Die Firmware war laut Anzeige am 28. September kompiliert, die Speicherkarte verschlüsselt; Aufnahmen ließen sich nicht wiederherstellen. Die Anzeige nennt das Unternehmen nur „Company 1“, OpenAI hat den Fund selbst bestätigt.
Die Zuordnung stützt sich auf Kameraaufnahmen: Alfozan, seit Juli 2025 Ingenieur bei OpenAI und ohne Berechtigung für den Raum, hielt sich im September an zehn Tagen in dessen Nähe auf. Eine nachträglich installierte Kamera filmte ihn am 5. Oktober beim Blick hinter den Fernseher. Am selben Tag ließ er im Druckerraum eine Tasche mit Ausweis, Geldbörse und einem zweiten, gleichartigen Gerät liegen.
Zwei KI-Spuren führt die FBI-Agentin an. Zwischen 17. August und 16. September fragte Alfozan einen Produktivitäts-Agenten nach Gebäudeadressen, Besprechungsräumen, deren Kalendern und Treffpunkten mit externen Partnern. Ein Chatbot-Konto, das seiner Ehefrau zugeordnet ist und Installationskennungen sowie IP-Adressen mit seinem eigenen teilt, erhielt Ende September Prompts mit der MAC-Adresse des Geräts und Bauaufträge: Daueraufnahme, Mithören per Browser, verschlüsselte Speicherkarte, gesperrte USB-Datenleitung, ein zweites und drittes Gerät.
OpenAI hat den Ingenieur entlassen. Man habe die eigenen Modelle genutzt, um das Gerät zu analysieren und den Urheber zu finden; Hinweise auf abgeflossene Modellgewichte, Quellcode oder Kundendaten gebe es nicht. Was Alfozan mit den Aufnahmen vorhatte, lässt die Anzeige offen. Vorgeworfen wird ihm das Abhören mündlicher Kommunikation, worauf bis zu fünf Jahre Haft stehen; es gilt die Unschuldsvermutung.