Laguna S 2.1 ist laut Poolside-Blog ein Mixture-of-Experts-Modell mit 118 Milliarden Gesamt- und 8 Milliarden pro Token aktiven Parametern, einem Kontextfenster von bis zu 1 Million Token und zwei Betriebsmodi (Thinking und No-Thinking). Auf dem agentischen Terminal-Bench 2.1 nennt Poolside 70,2 Prozent – Rang 11 der von Poolside geführten Vergleichstabelle, in der etwa Kimi K3 (88,3 %), Claude Fable 5 (88,0 %) und Qwen-3.7 Max (74,5 %) davorliegen. Bemerkenswert ist die Effizienz-Aussage: Das Modell soll auf Terminal-Bench 2.1 höher punkten als DeepSeek V4 Pro Max, ein System mit rund 1,6 Billionen Gesamt- und 49 Milliarden aktiven Parametern pro Token.
Poolside beziffert den Trainingsaufwand auf unter neun Wochen vom Start des Pre-Trainings bis zur Veröffentlichung, gerechnet auf 4.096 Nvidia-H200-GPUs; die NVFP4-quantisierten Gewichte sollen auf eine einzelne Nvidia-DGX-Spark-Maschine passen. Es ist Poolsides drittes Coding-Modell in drei Monaten – das Start-up positioniert sich damit als „Modellfabrik“ und als westliche Alternative zu den chinesischen Open-Weight-Führern. Die Gewichte liegen unter der offenen OpenMDW-1.1-Lizenz auf Hugging Face; verfügbar ist das Modell zudem über OpenRouter, Ollama, vLLM, Baseten, das Vercel AI Gateway sowie Poolsides eigene Agenten-CLI.
Einordnung: Sämtliche Benchmark-Werte stammen aus Poolsides eigener Darstellung und Leaderboard-Kuratierung und sind bislang nicht unabhängig reproduziert – bei Coding-Benchmarks ist die Konfiguration (Agenten-Harness, Thinking-Budget) ergebnisrelevant. Die Grundaussage aber – ein offenes Modell mit sehr wenigen aktiven Parametern reicht an deutlich größere offene Modelle heran oder übertrifft sie und bleibt hinter den geschlossenen Spitzenmodellen – wird von unabhängiger Berichterstattung (u. a. VentureBeat, The Next Web, MarkTechPost) getragen.