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SpaceX übernimmt Cursor-Macher Anysphere für 60 Mrd. $

SpaceX kauft Anysphere, die Firma hinter dem KI-Code-Editor Cursor, für 60 Mrd. $ – ein reiner Aktien-Deal über die Tochter X67 Inc., wie aus einem Form 8-K vom 16. Juni hervorgeht. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Freigaben.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 9. Juli 2026

Laut einem Form 8-K vom 16. Juni 2026 haben SpaceX und seine hundertprozentige Tochter X67 Inc. einen Fusionsvertrag mit Anysphere geschlossen, dem Unternehmen hinter dem KI-Code-Editor Cursor. Anysphere-Aktionäre erhalten SpaceX-Class-A-Aktien im Tausch gegen ihre Anteile; das in der jüngsten SpaceX-Börsennotierung eingesammelte Kapital fließt also nicht in den Kauf.

Die Bewertung liegt bei 60 Mrd. $. SpaceX hatte sich bereits im April eine Option gesichert, Cursor zu diesem Preis zu übernehmen oder alternativ 10 Mrd. $ für eine Partnerschaft zu zahlen. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich üblicher Bedingungen und behördlicher Freigaben.

Für den Fall, dass SpaceX vom Deal zurücktritt, sieht der Vertrag – unverändert gegenüber den im April angekündigten Terms – einen „Trostpreis“ von 10 Mrd. $ für Cursor vor (laut CNBC 1,5 Mrd. $ in bar plus 8,5 Mrd. $ an Rechenkapazität). Cursors annualisierter Umsatz wird in der Berichterstattung auf rund 2 Mrd. $ geschätzt (IDC), nach rund 1 Mrd. $ im November 2025.

Einordnung: Der Kauf reiht sich in eine Welle von Übernahmen rund um KI-Entwicklerwerkzeuge ein (zuletzt OpenAI/Ona, Cloudflare/VoidZero). Für Cursor-Nutzer ist offen, wie sich Eigentümerwechsel und Preisgestaltung entwickeln – zumal SpaceX bislang kein Software-Tooling-Anbieter war.

Ergänzung (17. Juni): SpaceX erklärte, sein KI-Arm trainiere bereits seit Monaten gemeinsam mit Cursor ein Modell, das demnächst in Cursor und in „Grok Build“ erscheinen soll – Cursors Millionen reale Coding- und Debugging-Interaktionen liefern die Trainingsdaten. Bis zum Abschluss unterstützt Cursor weiter Claude, GPT und die eigenen Composer-Modelle; nach dem Closing hat der neue Eigentümer jedoch ein finanzielles Interesse, das hauseigene Grok zu bevorzugen. Für Entwickler-Teams rücken damit zwei Fragen in den Vordergrund: die Modell-Neutralität des Editors – bleibt die freie Modellwahl? – und die Datenhaltung. Cursors bisherige Zero-Data-Retention-Zusage war für viele Unternehmen Voraussetzung der Freigabe; ob sie unter neuem Eigentümer fortbesteht und wo Prompts, Code und Embeddings künftig verarbeitet werden (Datenresidenz, Subprozessoren), adressiert das Deal-Filing laut InfoWorld bislang nicht.

Aktualisiert am 17. Juni 2026.