Ataraxos lernt ohne menschliche Partien, nur im Spiel gegen sich selbst. Eine Regularisierung zwingt das System anfangs, Aufstellungen und Züge breit zu streuen; die Autoren lockern sie im Lauf des Trainings, damit es sich nicht früh auf eine ausnutzbare Strategie festlegt. Vor jedem Zug sagt ein zweites Netz die Ränge der verdeckten gegnerischen Figuren voraus. Auf dieser Grundlage spielt Ataraxos Kandidatenzüge durch, im Wettkampf im Schnitt in rund 1,3 Sekunden.
Die Serie lief auf der Plattform Strategus, verteilt über drei Wochen. Niemeijer wusste, dass Ataraxos eine feste Strategie spielt und sich nicht anpasst, und konnte gezielt nach Schwächen suchen. Er erhielt 1.000 Dollar für die Teilnahme sowie 100 Dollar je Sieg und 50 Dollar je Remis. Eine Vorfassung der Arbeit steht seit November 2025 auf arXiv; Nature hat sie nach Begutachtung veröffentlicht.
DeepMinds Stratego-System DeepNash trainierte laut seiner Veröffentlichung von 2022 auf 1.024 TPU-Knoten, nach Erinnerung eines seiner Autoren zwei bis drei Monate lang. Zu Preisen von 2025 entspräche das nach Rechnung des Ataraxos-Teams drei bis 4,5 Millionen Dollar. Ataraxos brauchte eine Woche auf 16 H100-GPUs und vier weitere Tage auf vier GPUs, rund ein Fünfhundertstel der Rechenkosten. DeepNash hatte bei der Weltmeisterschaft 2023 gegen die meisten Spitzenspieler verloren, darunter Niemeijer. Ein direkter Vergleich kam nicht zustande: DeepMind erklärte, der DeepNash-Code laufe nicht mehr.
Mit denselben Verfahren schlug das Team drei mehrfache Weltmeister in der Variante Barrage Stratego, erreichte im kooperativen Kartenspiel Hanabi einen neuen Bestwert und besiegte im chinesischen Kartenspiel Dou Dizhu die bisher stärksten Programme. Die Kostenangaben sind Rechnungen der Autoren zu Marktpreisen, keine unabhängige Messung.