Graphite ließ für jedes Thema eine Zusammenfassung eines vor November 2022 erschienenen Webartikels erstellen; die Modelle schrieben daraus mit demselben Prompt neue Artikel. Als Marker zählt ein Wort, eine Wortgruppe oder ein Satzmuster, das mindestens doppelt so oft vorkommt wie in den menschlichen Texten. Opus 5.5 kommt auf 2.548 solcher Marker, Opus 5 auf 2.666, Opus 4 noch auf 3.746.
Am stärksten überrepräsentiert sind Hinweise auf Bedeutung: „this matters“ erscheint bei Opus 5.5 116-mal so oft wie bei Menschen, „why … matters“ 92-mal. Das Wort „dependable“ steht 23-mal so häufig. Gedankenstriche setzt Opus 5.5 dagegen 99 Prozent seltener als Opus 5 und deutlich seltener als die menschlichen Vergleichstexte.
GPT-6 Astra relativiert häufiger; „may provide“ steht dort 18-mal so oft wie bei Opus 5.5, das öfter zu Superlativen greift. Einen gekünstelten Stil, also Metaphern statt direkter Aussagen, ließ Graphite von Opus 5 benoten: Opus 5.5 liegt 37 Prozent unter seinem Vorgänger, aber beim 1,6-Fachen des menschlichen Werts, Astra beim 1,2-Fachen.
Grenzen nennt Graphite selbst: ein einziger fester Prompt, nur Webartikel, und ein Teil der Unterschiede kann auf Sprachwandel seit 2022 beruhen. Die Stilnoten vergab ein Claude-Modell. Die Studie ist nicht begutachtet; Graphite berät Unternehmen zur Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Antworten und stellt die Rohdaten zum Download bereit.