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US-Regierung verbannt DeepSeek aus zivilen Bundesbehörden

Das US-Heimatschutzministerium weist alle zivilen Bundesbehörden an, keine Produkte des chinesischen KI-Labors DeepSeek mehr zu beschaffen und vorhandene sofort aus ihren IT-Systemen zu entfernen. Erfasst sind auch Dienste von Drittanbietern, die auf DeepSeek-Implementierungen aufbauen. Das Federal Register machte die Anordnung am 20. Oktober 2026 öffentlich.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 20. Oktober 2026

Rechtsgrundlage ist der Federal Acquisition Supply Chain Security Act von 2018. Das Gesetz schuf einen Rat für Beschaffungssicherheit, der riskante Produkte zum Ausschluss empfiehlt; für zivile Behörden entscheidet danach der Heimatschutzminister. Die Anordnung Nr. 2026-01 trägt die Unterschrift von Minister Markwayne Mullin und nennt den 24. Juli 2026 als ursprüngliches Ausgabedatum. Im Federal Register erschien sie am 20. Oktober.

Der Ausschluss gilt sofort und schließt behördliche Produktlisten und Online-Marktplätze für Beschaffungen ein. Auch vorhandene Produkte sollen sofort verschwinden. Behörden können binnen 60 Tagen nach Erlass schriftlich eine Ausnahme oder einen Aufschub beantragen; darüber entscheidet die Cybersicherheitsbehörde CISA. Bis zur vollständigen Entfernung empfiehlt die Anordnung, Datenverkehr zu überwachen und Datenabfluss zu kontrollieren. Ausgenommen sind nationale Sicherheitssysteme sowie Behörden, für die Kriegsministerium oder Geheimdienstkoordinator zuständig sind.

Als Risiken nennt das Dokument Server in China, weitreichende Zugriffsrechte chinesischer Behörden auf Firmeninfrastruktur und die Gefahr, dass Eingaben von Regierungsbeschäftigten nach China gelangen. Die Modelle selbst könnten Schadcode oder Schwachstellen enthalten. Belegt wird das vor allem mit Verweisen auf DeepSeeks Datenschutzerklärung von 2025, einen Bericht des China-Ausschusses im US-Repräsentantenhaus und eine Analyse der iOS-App durch die Sicherheitsfirma NowSecure. Eine eigene technische Prüfung der Modelle führt die Anordnung nicht an.

Einer Fußnote zufolge zählen Drittanbieter-Implementierungen von DeepSeek mit, sobald sie Behörden Produkte oder Dienste liefern; eigene Server von Behörden erwähnt der Text nicht. Der Minister muss die Anordnung binnen eines Jahres und danach jährlich überprüfen.