Nach übereinstimmenden Berichten (Reuters, dem eine Aufnahme des Townhalls vorliegt; nachgezeichnet u. a. von TechCrunch und The Decoder) sagte Zuckerberg am 2. Juli 2026 vor Beschäftigten, die „Entwicklung des Agentischen hat sich über zumindest die letzten vier Monate nicht wirklich so beschleunigt, wie wir es erwartet haben“. Die mit dem Umbau verbundenen Wetten hätten sich „noch nicht ausgezahlt“; die Vorteile seien „noch nicht eingetreten“. Er rechne aber mit greifbareren Ergebnissen in den nächsten drei bis sechs Monaten.
Der Kontext macht das Eingeständnis brisant: Meta hatte 2026 rund 8.000 Stellen (etwa 10 Prozent der Belegschaft) gestrichen, weitere rund 7.000 Beschäftigte in KI-Gruppen versetzt und will dieses Jahr bis zu 145 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur stecken – begründet unter anderem mit dem erhofften Sprung bei autonomen KI-Agenten. Zuckerberg rahmte die Verzögerung laut Bericht als Timing-, nicht als grundsätzliches Fähigkeitsproblem.
KI-Chef Alexandr Wang widersprach dem Ton auf derselben Runde: Er verwies auf ein kommendes Meta-Modell („Watermelon“), das laut ihm bei nicht näher benannten Benchmarks mit OpenAIs GPT-5.5 gleichgezogen habe, und stellte ein Muse-Spark-Update mit besseren Coding- und Agenten-Fähigkeiten in Aussicht (beides bislang anbieter-selbstberichtet, ohne unabhängige Messung). Auf X betonte Wang, Zuckerberg habe den branchenweiten, nicht den Meta-spezifischen Fortschritt gemeint.
Einordnung: Belegt sind das Zitat (über die Reuters vorliegende Aufnahme) und die Ausgaben-/Personal-Größenordnungen; nicht belegt ist eine unabhängige Bewertung, wie weit Metas Agenten tatsächlich zurückliegen. Der Wert der Meldung liegt weniger in einer Zahl als im seltenen Umstand, dass hier der Haupt-Wettende selbst intern relativiert.