Alle Depeschen

DepescheForschung

ACM-Umfrage: 68 Prozent der Lehrenden ändern Programmierprüfungen

Eine ACM-Task-Force befragte 763 Informatik-Lehrende aus 49 Ländern zum Einfluss generativer KI. Von 459 Antwortenden änderten 68 Prozent ihre Prüfungsformen, von 469 änderten 64 Prozent ihre Lehre. Am häufigsten wurden beaufsichtigte Präsenzprüfungen und weniger Gewicht für Hausaufgaben genannt.

Die Umfrage wurde bis zum 1. Oktober 2025 ausgefüllt; rund 500 Antworten waren nach der Eingangsfrage weiter auswertbar. Die Stichprobe stammt überwiegend aus Hochschulen. 87 Prozent der Antwortenden nannten eine wachsende Abhängigkeit von Technologie als Sorge, 72 Prozent mehr Betrug oder Plagiate.

Bei den Prüfungen nannten 56 Lehrende mehr Präsenz- und beaufsichtigte Formate, 38 ein geringeres Gewicht von Hausaufgaben. Weitere Änderungen waren Prozessbewertung, Offenlegung der KI-Nutzung, Erklärungen des eigenen oder generierten Codes und mehr Debugging. In der Lehre wurden unter anderem Aufgaben angepasst und mehr Arbeit im Unterricht vorgesehen.

Die Prozentwerte beziehen sich jeweils auf unterschiedliche Teilmengen der Antwortenden. Es handelt sich um eine weltweite Umfrage unter freiwilligen Teilnehmern, nicht um eine Vollerhebung aller Programmierkurse.