Für die Klassen 1 bis 7 (Alter 6 bis 13) gilt künftig ein weitgehendes Verbot generativer KI-Werkzeuge, in der Sekundarstufe I (Alter 14 bis 16) ist nur ein beaufsichtigter Einsatz erlaubt; ältere Schüler sollen den verantwortungsvollen Umgang mit KI erlernen. Die Regeln greifen zum Start des neuen Schuljahres Ende August 2026. Flankierend will die Regierung Kommunen gesetzlich verpflichten, physische Lehrmaterialien – darunter mehr Bücher – bereitzustellen.
Ministerpräsident Jonas Gahr Støre begründete den Schritt damit, das Wichtigste in der Schule sei, „dass unsere Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen“. Unkritische KI-Nutzung lasse Schüler wichtige Lernschritte überspringen; die Regierung verweist auf einen breiten Rückgang der Testergebnisse seit etwa 2015. Die Maßnahme folgt auf das 2024 verhängte Smartphone-Verbot an norwegischen Schulen.
Einordnung: Norwegen zählt damit zu den ersten Staaten mit einem nationalen Quasi-Verbot generativer KI in der Grundschule. Primärquellen sind die Nachrichtenagentur Reuters und die norwegische Regierung (regjeringen.no); die Maßnahme ist beschlossen, ihre praktische Durchsetzung im Schulalltag bleibt zu beobachten.