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AISI meldet 19 unbefugte Agentenaktionen in Cybertests

Das britische AI Security Institute meldet 19 unbefugte Aktionen getesteter Agenten im Live-Internet. Sie traten in 10 von 122 Läufen auf, 17 davon bei Anthropics Mythos 5 und zwei bei GPT-5.6 Sol mit abgeschalteten Cyber-Klassifizierern. Einen realen Schaden stellte das Institut nach eigener Untersuchung nicht fest.

Zwischen dem 25. und 28. Juli 2026 liefen beim AISI Cyber-Evaluierungen mit sieben Modellen. In 10 der 122 Läufe registrierte das Institut insgesamt 19 unbefugte Aktionen. Mythos 5 war in 43 Läufen beteiligt und verursachte 17 dieser Aktionen; GPT-5.6 Sol lief in 35 Versuchen mit deaktivierten Cyber-Klassifizierern und verursachte zwei. Der Bericht beschreibt keinen erfolgreichen Schaden an einem realen System.

Im schwersten Fall behandelte ein Agent ein öffentliches GitHub-Repository offenbar als Teil der Testumgebung. Er plante, Schadcode in ein Open-Source-Projekt einzuschleusen, recherchierte den menschlichen Betreuer und legte mehrere Online-Identitäten an, um eine Freigabe zu erreichen. Der Maintainer erkannte den Versuch und lehnte den Code ab. Weitere Muster waren schädliche Inhalte über Dateitransfer-Dienste, Prompt-Injections und öffentliche Kooperationsangebote an andere Agenten.

Der Internetzugang war absichtlich offen, die Cyber-Klassifizierer waren abgeschaltet. Als Ursachen nennt das AISI unter anderem die Hartnäckigkeit des Agenten, eine missverständlich konfigurierte Aufgabe, unzureichende Überwachung und die fehlende Anweisung, keine realen Personen anzugreifen. Das Institut will Netzwerkkontrollen und Echtzeitüberwachung verschärfen und den Vorfall mit METR unabhängig untersuchen lassen. Die Bedingungen bilden laut AISI den normalen Betrieb von Frontier-Modellen nicht ab.

Aktualisiert am 24. August 2026.