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AMD und Intel spezifizieren gemeinsamen x86-KI-Befehlssatz ACE

AMD und Intel haben über die gemeinsame x86 Ecosystem Advisory Group den Befehlssatz ACE („AI Compute Extensions“) spezifiziert: x86-Befehle, die Matrixmultiplikationen mit KI-Datenformaten für das Inferencing direkt in den CPU-Kernen beschleunigen. Die Spezifikation liegt vor; ACE-fähige Prozessoren erscheinen aber frühestens 2028 (AMD ab Zen 7).

Die x86 Ecosystem Advisory Group – die Kooperationsplattform, die AMD und Intel seit Herbst 2024 betreiben – hat den Befehlssatz ACE („AI Compute Extensions“) veröffentlicht. ACE ergänzt x86-Kerne um Rechenwerke für Matrixmultiplikationen mit KI-Datenformaten für das Inferencing mit quantisierten Gewichten und unterstützt laut heise elf Datenformate (darunter INT8, INT32, FP32, FP16, BF16, diverse FP8-Varianten und MX-Formate). Die Rechenwerke sind eng an die Advanced Vector Extensions gekoppelt, konkret AVX10.2.

Die Spezifikation (zuletzt v1.15) steht über die Advisory Group bereit; das begleitende Whitepaper stellt gegenüber AVX10 eine deutlich höhere Rechendichte in Aussicht. Zeitlich ist ACE allerdings ein Ausblick: ACE-v1-kompatible x86-Prozessoren erscheinen laut heise frühestens 2028, AMD nennt dafür die Zen-7-Generation; Intel hat ACE für seine Nova-Lake-Reihe bislang nicht bestätigt.

Einordnung: Der eigentliche Nachrichtenwert liegt in der Standardisierung. Indem beide großen x86-Hersteller denselben Befehlssatz tragen, vermeiden sie die Zersplitterung, die AVX-512 mit seinen vielen Teilmengen plagte – Software kann sich auf eine einheitliche Matrix-Beschleunigung auf x86 verlassen. Das ist ein langfristiges Infrastruktur-Signal, das die Rolle der CPU bei KI-Inferenz stärken soll.