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EU-Kommission kürt EUROPA-Konsortium: offenes europäisches Frontier-Modell mit 400 Mrd.+ Parametern

Die EU-Kommission hat das Konsortium EUROPA unter Führung der italienischen Firma Domyn zum Sieger ihrer „Frontier AI Grand Challenge“ gekürt. EUROPA soll ein quelloffenes europäisches Frontier-Modell mit mehr als 400 Milliarden Parametern in allen 24 EU-Amtssprachen trainieren und erhält dafür für ein Jahr Zugriff auf bis zu 2,5 % der gesamten EuroHPC-Rechenkapazität – laut Kommission die größte je vergebene Einzel-Compute-Zuteilung für ein europäisches KI-Projekt.

Die Europäische Kommission hat EUROPA, ein Konsortium unter Leitung des italienischen Unternehmens Domyn, als Gewinner der „Frontier AI Grand Challenge“ ausgewählt. Vorgabe des Wettbewerbs war ein System mit mehr als 400 Milliarden Parametern – eine Größenordnung, die die Kommission „mit den weltweit fortschrittlichsten KI-Systemen“ assoziiert. Das fertige Modell soll der Öffentlichkeit als Open-Source-Software frei zur Verfügung stehen und alle 24 EU-Amtssprachen abdecken.

EUROPA erhält für ein Jahr Zugriff auf bis zu 2,5 % der gesamten EuroHPC-Rechenkapazität über das europäische Netz KI-optimierter Supercomputer sowie ergänzende Dienste der AI Factories. Laut heise nutzt die Architektur ein Mixture-of-Experts-Verfahren zur Effizienzsteigerung, Domyn arbeitet dabei mit Nvidia zusammen, und der Fokus liegt auf regulierten Branchen wie Finanzdienstleistungen, Verteidigung und Fertigung.

Einordnung: Der Schritt reiht sich in Europas Bemühen um KI- und Compute-Souveränität ein – eigene Rechenkapazität, eigenes Modell, offene Gewichte, europäische Sprachen und Werte. Entscheidend wird sein, ob das Konsortium aus dieser Förderung ein an der internationalen Spitze konkurrenzfähiges Modell formt; der Förderbeschluss selbst ist zunächst ein Bekenntnis, kein Benchmark-Ergebnis.