Der Bericht Sensing the Surveillance State behandelt die Jahre 2024 und 2025. Amnesty stützt ihn auf Beschaffungsunterlagen, Anfragen nach dem Informationsfreiheitsrecht und 21 Gespräche mit Journalisten, Aktivisten, Rentnern, jungen Menschen und Menschenrechtsverteidigern. Die Summe ordnet die Organisation mit mindestens 1,2 Millionen Dollar ein.
Genannt werden Werkzeuge zur Auswertung offener Quellen und sozialer Netzwerke, Gesichtserkennung sowie Drohnen mit automatischer Verfolgung, Wärmebildkameras und Echtzeit-Bildübertragung. Die Buenos Aires Times nennt zusätzlich Clearview AI; auf der Amnesty-Seite steht dieser Firmenname nicht.
Die Interviewten beschreiben Selbstzensur im Netz und eine geringere Bereitschaft, an Kundgebungen teilzunehmen. Amnesty fordert ein Verbot biometrischer Fernerkennung für massenhafte und gezielt diskriminierende Überwachung sowie Regeln für Beschaffung und Einsatz. Eine Antwort der argentinischen Regierung liegt uns nicht vor.