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Amnesty: Argentinien kaufte KI-Überwachung für 1,2 Millionen Dollar

Amnesty International berichtet am 19. August 2026, Argentinien habe in den ersten beiden Amtsjahren von Javier Milei für mindestens 1,2 Millionen US-Dollar Überwachungstechnik beschafft. Die Organisation wertete Vergabeunterlagen und Informationsfreiheits-Anfragen aus und führte 21 Interviews. Befragte berichten von Selbstzensur und weniger Demonstrationsteilnahme aus Angst vor Identifizierung.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 21. August 2026

Der Bericht Sensing the Surveillance State behandelt die Jahre 2024 und 2025. Amnesty stützt ihn auf Beschaffungsunterlagen, Anfragen nach dem Informationsfreiheitsrecht und 21 Gespräche mit Journalisten, Aktivisten, Rentnern, jungen Menschen und Menschenrechtsverteidigern. Die Summe ordnet die Organisation mit mindestens 1,2 Millionen Dollar ein.

Genannt werden Werkzeuge zur Auswertung offener Quellen und sozialer Netzwerke, Gesichtserkennung sowie Drohnen mit automatischer Verfolgung, Wärmebildkameras und Echtzeit-Bildübertragung. Die Buenos Aires Times nennt zusätzlich Clearview AI; auf der Amnesty-Seite steht dieser Firmenname nicht.

Die Interviewten beschreiben Selbstzensur im Netz und eine geringere Bereitschaft, an Kundgebungen teilzunehmen. Amnesty fordert ein Verbot biometrischer Fernerkennung für massenhafte und gezielt diskriminierende Überwachung sowie Regeln für Beschaffung und Einsatz. Eine Antwort der argentinischen Regierung liegt uns nicht vor.