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Bericht: Anthropic schloss Rechenverträge über 517 Milliarden Dollar

Das Branchenmedium The Information hat am 6. September 2026 berichtet, Anthropic habe seit Oktober 2025 Verträge über Rechenkapazität im Wert von bis zu 517 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Dahinter stehen mindestens 14,8 Gigawatt zusätzliche Anschlussleistung. Anthropic selbst hat eine Gesamtsumme nie offengelegt.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 8. September 2026

Die 517 Milliarden Dollar sind kein gemeldetes Budget. Der Wert entsteht, wenn man die öffentlich angekündigten Cloud-Zusagen, Chip-Kapazitäten, Rechenzentrums-Mietverträge und langlaufenden Infrastrukturverträge zu einer Obergrenze aufsummiert. Vieles davon läuft über Jahre an, reicht über 2030 hinaus oder wird nie bis zur vertraglich möglichen Höhe abgerufen.

Die größten Bausteine sind einzeln bekannt: mehr als 100 Milliarden Dollar über zehn Jahre für bis zu 5 Gigawatt zusätzliche AWS-Kapazität, 30 Milliarden Dollar für Azure-Rechenzeit und eine Ausweitung der Google-TPU-Flotte in Richtung einer Million Chips. Dazu kommen Verträge mit spezialisierten Anbietern wie Nscale und Lambda, die zusammen einige hundert Megawatt beitragen.

Vor Oktober 2025 hatte Anthropic nach derselben Rechnung ein bis zwei Gigawatt gesichert; zusammen ergibt das rund 16 Gigawatt geplante Anschlussleistung. Damit bleibt das Unternehmen unter OpenAI, dessen erklärtes Ziel bei 30 Gigawatt bis 2030 liegt. Gigawatt bezeichnen dabei den Strombedarf der Rechenzentren, nicht deren Rechenleistung.

Die Rezeptionen stellen die Summe der früheren Zurückhaltung des Unternehmens gegenüber: Firmenchef Dario Amodei habe Anfang 2026 vor zu schnellen Investitionen gewarnt. Einen Fundort für diese Aussage nennen sie nicht. Prüfbar bleibt die Gesamtsumme ohnehin nur so weit, wie die einzelnen Ankündigungen öffentlich sind – einen testierten Wert gibt es nicht.